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Der beherrschende Bau der Altstadt ist die gotische Basilika der Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt. Sie überragt die Bürgerhäuser, die im Vergleich zu ihr noch bescheidener wirken als sie sind. Vor über 500 Jahren holte sich die Stadt aus Ulm einen der bedeutenden Baumeister des späten Mittelalters, Matthäus von Ensingen, der auch das Münster in Bern errichtet hatte. Wer den hohen Kirchenraum betritt, kommt aus dem Mittelalter in die Pracht liebende Barockzeit. Umgeben von den farbenprächtigen Glasgemälden, die zur gotischen Ausstattung gehörten, erhebt sich der goldglänzende Hochaltar mit seinen überlebensgroßen Engeln und Heiligen, geschnitzt vom Landsberger Bildhauer Lorenz Luidl. Auch das berührendste und wertvollste Kunstwerk Landsbergs ist hier zu finden: Die Madonna mit Jesuskind von Johann Multscher von 1430. In der Weihnachtszeit wird in der Kirche die figurenreiche Barockkrippe aufgebaut, eine der größten und schönsten in Bayern.

Abseits des geschäftigen Lebens findet man auf der Höhe die ehemalige Jesuitenkirche Heilig-Kreuz mit den die Gewölbe überspannenden barocken Fresken. Über den Reiterheeren der Schlacht an der Milvischen Brücke in Rom erscheint dem Kaiser Konstantin das Siegeskreuz, das dem Betrachter überall hin folgt - ein viel bestauntes Kunststück und ein tiefes religiöses Symbol.

Auch die ehemalige Ursulinenkirche mit ihrer wertvollen Rokokoausstattung ist einen Besuch wert. Für den Hochaltar hat ein berühmter Augsburger Maler eine seltene und interessante Darstellung der drei göttlichen Personen geschaffen.


 Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt

 

   
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