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Die einstige Friedhofskirche stammt aus dem mittleren 18. Jahrhundert. Sie fügt sich in die Häuserzeile im Vorderen Anger und hebt sich lediglich durch ihr Zeltdach und die pilastergegliederte Fassade heraus. Der erste Bau wurde 1505 gestiftet; zwischen 1742 und 1752 ersetzte man ihn durch einen Neubau nach Plänen von Dominikus Zimmermann. Über dem Grundriß eines einfachen Rechtecks entwickelte der Baumeister hier einen der Wieskirche ähnlichen, tektonisch jedoch prägnanteren Ovalraum mit säulengetragener Ovalkuppel.

In dem über einem Dreiviertelkreis ausgebildeten Altarhaus erscheint der zierliche Hochaltar in seitlich einfallendem Bühnenlicht wie in einem Guckkasten. Der Aufbau enthält in einem phantasievollen, in lichten Pastelltönen gefaßten und nur mit wenigen Architekturversatzstücken durchzogenen Rocailleaufbau die Szene der Taufe Christi vor gemaltem Landschaftshintergrun; das Jordanwasser rinnt auch - plastisch in Stuck geformt - durch das Rocaillegehäuse, das wie die vergrößerte Figuration eines aus Porzellan geschaffenen Tafelaufsatzes wirkt. Der Entwurf zählt zu den herausragenden Leistungen Zimmermanns, die Ausführung übernahm dessen Mitarbeiter und Schüler Nikolaus Schütz. Die Figuren und auch die Bildwerke der beiden Seitenaltäre schuf Johann Luidl. Die leider stark überarbeiteten Deckenmalerein in Schiff und Chor stammen vom Landsberger Carl Joseph Thalhaimer.



 

   
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