Weithin sichtbar grüßt die Heilig-Kreuz-Kirche mit zwei Rokoko-Haubentürmen. 1754 von dem Jesuiten Ignatius Merani erbaut, gehörte sie zum damaligen Kloster der dort ansässigen Jesuiten. Die Renaissance-Vorgängerkirche wurde wegen Baufälligkeit abgebrochen. Einige Altarbilder aus dieser Kirche sind gegenüber im Neuen Stadtmuseum zu besichtigen.
Durch die Tuffsteinquader wirkt die Fassade alt und ehrwürdig. Im Inneren haben Thomas und Felix Schäffler eine überreiche Freskierung angebracht. Der Hauptaltar ist als theatrum sacrum erstellt, d.h. durch Versenken des Altarblattes wird die Bühne freigegeben. Je nach Kirchenjahresablauf kann dieser Bereich verändert werden, wie z.B. am Karfreitag in eine Grablegung. Blattvergoldet und mit Plastiken aus der Weilheimer Bildhauerwerkstatt von Franz-Xaver-Schmädl präsentiert sich der Altar als Prunkstück der Kirche.
Über dem Hauptaltar beginnt die Freskierung der Gebrüder Schäffler. In der Mitte der Kuppel schwebt das heilige Kreuz, umgeben von einem Glorienschein aus Engelsköpfen. Zu sehen sind Kaiser Konstantin und Marxentius in der Schlacht auf der Milvischen Brücke zu Rom. Eine Besonderheit weißt das Deckenkreuz auf: Ober man sich links oder rechts, davor oder dahinter befindet, es zeigt immer senkrecht auf den Betrachtenden. Das nächste Fresko zeigt die Kreuzesauffindung durch Kaiserin Helena. Hier auch ein Selbstbildnis des Künstlers Thomas Schäffler als Schwerkranker, der noch vor Vollendung verstarb.
Eine Simnacher Orgel ziert die Empore, deren äußere Pfeifen sich bei näherem Hinsehen als Holzattrappe erweisen. Die Seitenaltäre sind den vier Jesuiten-Heiligen Stanislaus, Franz-Xavier, Aloisius und dem Ordensbegründer Ignatius von Loyola gewidmet.
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