Landsberger Zeitgeschichte nach 1945

In den Jahrzehnten nach dem Krieg wuchs die Bevölkerungszahl stetig an, ein großes Industriegebiet ermöglichte die Ansiedlung vieler neuer Betriebe, die Stadt breitete sich weiter aus.

1950 lebten in Landsberg 1.593 Vertriebene und Flüchtlinge.

1956 wurde Landsberg wieder Garnison und entwickelte sich mit ca. 6.000 Soldaten zu einem der größten Bundeswehrstandorte.

1959 Neubau der Weststadtschule (heute Mittelschule Landsberg), Erweiterungen 1972, 1981 und 2018.

1962 Anbau an die Oberrealschule an der Lechstraße (heute Ignaz-Kögler-Gymnasium) und Neubau des Landratsamtes an der Von-Kühlmann-Straße.

1965 Anlage des neuen Friedhofes, des Waldfriedhofes.

1966/67 Neubau der katholischen Kirche "Zu den Heiligen Engeln" am Hindenburgring.

1968 Neubau des Krankenhauses an der Bürgermeister-Dr.-Hartmann-Straße.

Seit den 1970er Jahren wird die Ansiedlung von Gewerbe und Industrie auf dem Gelände nördlich der Iglinger Straße massiv vorangetrieben. Es werden auch umfangreiche Flächen für die Wohnbebauung ausgewiesen, ganze Wohnviertel entstehen neu. Die Stadt erwarb dazu die erforderlichen Flächen und schuf die notwendige Infrastruktur. Zur Finanzierung wurde das städtische Elektrizitätswerk verkauft. Gleichzeitig erhalten umfangreiche Sanierungs- und Baumaßnahmen das einzigartige Altstadtensemble der Stadt Landsberg.

1971-1972 Neubau des Inselbades.

1972 Anlage des Wildparks in den Lechauen und am Steilhang südlich des Klösterls.

1972 Gebietsreform: Eingemeindung der Gemeinden Reisch und Pitzling in die Stadt Landsberg am Lech. Die Stadt wurde als Große Kreisstadt eingestuft und behielt dadurch bedeutsame Aufgaben wie das Bauwesen. 1978 folgte die Eingemeindung von Erpfting mit Ellighofen.

1978 Eröffnung des neuen Sport-, Jugend- und Erholungszentrums am Hungerbachweg.

1980 Eröffnung der Eissporthalle am Hungerbachweg.

1985 Eröffnung des Campingplatzes beim Spitalgut Pössing.

Die Bundeswehr räumte 1993-1994 die Saarburg-Kaserne, die Ritter-von-Leeb-Kasere und die Lechrainkaserne. Die Stadt erwarb in den folgenden Jahren die Flächen und wies die neuen Wohngebiete Katharinenanger und Obere Wiesen bzw. das Gewerbegebiet Lechrain.

1993-1995 Neubau des Lechwehrs. Pläne, im Lechwehr ein Kraftwerk einzubauen, stießen seit 1982 auf erheblichen Widerstand in der Bevölkerung und wurden nicht realisiert.

1998 Erwerb des Frauenwaldes und Schaffung eines großräumigen Industriegebietes.

2000 Neubau der Grundschule an der Platanenstraße.

2003 Bezug des neuen Verwaltungsgebäudes an der Katharinenstraße 1.

2005 Ansiedlung eines Großsägewerkes im Gewerbegebiet Frauenwald. Vorangegangen waren heftige öffentliche Auseinandersetzungen und ein Bürgerentscheid, in dem die sich Mehrheit für die Ansiedlung ausgesprochen hatte.

2007 Freigabe des größten Kreisverkehrs Deutschlands mit 330 Metern Durchmesser im Landsberger Westen bei der A 96.

2009 Eröffnung des Fachmarktzentrums am Penzinger Feld. Vorangegangen war ein Bürgerentscheid, in dem sich die Mehrheit für diese Ansiedlung ausgesprochen hatte.

2012 Amtsantritt von Oberbürgermeister Mathias Neuner.

2012-2013 Neugestaltung des Hauptplatzes.

2014 Landsberg ehrt den vielseitigen Künstler Hubert von Herkomer (1849-1914) anlässlich seines 100. Todestages mit einem kulturellen Veranstaltungsprogramm.

2015 Eröffnung des sanierten und neu konzipierten Herkomermuseums an der Von-Kühlmann-Straße.

2016 Anlässlich des 250. Todesjahres des Rokokobaumeisters und Bürgermeisters Dominikus Zimmermann (1685-1766) gibt es viele Veranstaltungen.

Seit 2017 entsteht auf dem Gelände der ehemaligen Pflugfabrik entsteht der neue Stadtteil "Am Papierbach". Hier werden in den nächsten Jahren Wohnungen für ca. 1.500 Menschen, Geschäfte, Büros, Gastronomie und Räume für kulturelle Nutzung geschaffen.

2018 Sanierung der Schlossberggarage.