Tag des offenen Denkmals

In diesem Jahr lautet das bundesweite Thema des diesjährigen Tag des offenen Denkmals „Sein und Schein in Geschichte, Architektur und Denkmalpflege“

In Landsberg werden an diesem Tag zwei Denkmäler den interessierten Besuchern näher gebracht. Freier Eintritt.

Teilnehmerbegrenzung pro Führung: 15 Personen.Für alle Führungen ist eine Anmeldung erforderlich, ab dem 06.09.21 im Kulturbüro, per Mail kultur@landsberg.de (Tel.: 08191 - 128 308, täglich 8-12 Uhr).

  • Das ehemaliges Kloster der Ursulinen, Klosterkirche zur Hl. Dreifaltigkeit und Ursulinengruft

1719 wurde der Konvent der Ursulinen nach Landsberg berufen und richtete bis 1726 zunächst ein kleineres Kloster und eine kleinere Kirche ein. 1764/65 wurden der sogenannte Neubau und die Klosterkirche zur Hl. Dreifaltigkeit an der Hubert-von-Herkomer-Straße neu errichtet. Unter der Kirche, mit wertvoller Rokoko-Ausstattung und vollständiger Ausmalung durch Johann Baptist Bergmüller, liegt die Gruft der Ursulinen mit zwei Grufträumen und interessanten Grabplatten.
In der Kirche gibt es vielfach Elemente des barocken Illusionismus wie gemalten Stuck in der Deckenmalerei, gemalte Schein-Architektur, Stuckmarmoraltäre, die echten Marmor vortäuschen, oder die scheinbar in einer Empore sitzende Angela Merici, die Ordensgründerin.
Führungen in der Klosterkirche und der Ursulinengruft um 13:00, 14:30 und 16:00 Uhr durch Axel Flörke, Kulturreferent des Stadtrats (Dauer ca. 1 Stunde). Treffpunkt Eingang Ursulinenkirche Herkomerstraße

 

  • Die geplante Rüstungsfabrik für Nitrozellulose (DAG) im Frauenwald und ihre Tarnung

In einem riesigen Gelände im ehemaligen Iglinger Frauenwald wurde zwischen 1939 und 1945 eine Rüstungsfabrik durch die Dynamit AG zur Herstellung von Nitrocellulose als Ausgangsprodukt für Munition für die nationalsozialistische Rüstungsmaschinerie errichtet. Nach Ende des zweiten Weltkrieges wurde das Gelände militärisch weitergenutzt und 1998 von der Stadt Landsberg erworben. Es werden die drei Gebäude gezeigt, die unter Denkmalschutz stehen (zwei ehemalige Mischergebäude sowie ein sogenannter Stofffängerturm), sowie das Kraftwerk und das Turbinengebäude, die alle exemplarisch verschiedene Tarnmethoden (bewachsene Dächer, Tarnbauweise, Erdabdeckungen) dieser Rüstungsbauten des zweiten Weltkriegs zeigen.
Das Gelände ist nicht verkehrssicher. Teilnahme nur auf eigene Gefahr und mit festem Schuhwerk und langer Bekleidung.
Führungen im Frauenwald (geplante Nitrozellulosefabrik der Dynamit AG) um 12:30, 14:30 und 16:30 Uhr durch Dr. Werner Fees-Buchecker, Stadtheimatpfleger. Dauer  ca 1,5 Stunden. Treffpunkt Ecke Celsius-/Fahrenheit-Straße

Hinweis: Freier Eintritt für alle Führungen
Es gilt das Hygienekonzept des Tourismusbüros für Gästeführungen