Erweiterung der Schlossbergschule

Ausstellung zur Sanierung und Erweiterung der Schlossbergschule

Die Stadt Landsberg am Lech möchte Sie umfassend über das Projekt „Sanierung und Erweiterung der Schlossbergschule“ informieren. Deshalb wird dazu bereits zum dritten Mal –  begleitend zu den Planungen – eine Ausstellung gezeigt, die aktuell um wichtige Informationen zu den Themen Denkmalschutz, Archäologie, Altstadtsatzung und Pädagogik sowie den neuesten Planungen erweitert wurde. Wir laden alle Interessierten herzlich zum Besuch dazu ein

Die Ausstellung kann bis zum 20. August im Klostereck besucht werden: immer montags bis freitags von 10:00 bis 13:00 Uhr und 14:00 bis 17:00 Uhr sowie samstags von 9:30 Uhr bis 14 Uhr.

Danach zieht die Ausstellung um in das Foyer des Historischen Rathauses um und kann dort ab Montag, 22. August zu den Öffnungszeiten des Foyers besichtigt werden (Montag bis Freitag von 9:00-18:00 Uhr, Samstag, Sonntag, Feiertag von 9:00-17:00 Uhr). Die Ausstellung läuft bis 12. September.

Rede & Antwort:

Wer Fragen zu dem Bauprojekt hat, kann diese direkt an Oberbürgermeisterin Doris Baumgartl, an die Bürgermeister Moritz Hartmann und Felix Bredschneijder sowie an Rektorin Heike Heck stellen:

Samstag, 13. August, 10 bis 12 Uhr: Oberbürgermeisterin Doris Baumgartl im Klostereck

Samstag, 27. August, 10 bis 12 Uhr: Bürgermeister Moritz Hartmann im Foyer des Historischen Rathauses

Samstag, 3. September, 10 bis 12 Uhr: Bürgermeister Felix Bredschneijder im Foyer des Historischen Rathauses

Samstag, 10. September, 10 bis 12 Uhr: Rektorin Heike Heck im Foyer des Historischen Rathauses

 

Neu: Informations-Flyer

Ganz aktuell gibt es einen Informations-Flyer, der Wissenswertes rund um die Themen Pädagogik, Stadtsilhouette, Archäologie und Altstadtsatzung bietet und auch die Pläne des zweitplatzierten Entwurfs aus dem Realisierungswettbewerb zeigt. Der Flyer liegt an folgenden Stellen zur Mitnahme aus:

  • Klostereck
  • Tourist-Information
  • Stadtbibliothek
  • Bürgerbüro in der Stadtverwaltung
  • vhs

 

Gut zu wissen:

Der exponierte Schlossberg, der stadtgeschichtlich als Keimzelle unserer Stadt zu betrachten ist, soll weiterhin als ein Ort der Bildung genutzt werden. Dies hat der Stadtrat 2018 nach eingehender Diskussion beschlossen.
Die Schlossbergschule, die vielen Schülergenerationen Landsbergs in lebendiger Erinnerung ist, bleibt erhalten und wird als Grundschule unter Berücksichtigung der außergewöhnlichen historischen Bedeutung und der stadtbildprägenden Lage weiterentwickelt. Das bestehende, denkmalgeschützte Schulgebäude wird saniert und mit einem Neubau erweitert, in dem neue Nutzungen wie eine Mittagsbetreuung und eine Aula untergebracht werden können.

Ganz aktuell gibt es einen Informations-Flyer, der Wissenswertes rund um die Themen Pädagogik, Stadtsilhouette, Archäologie und Altstadtsatzung bietet und auch die Pläne des zweitplatzierten Entwurfs aus dem Realisierungswettbewerb zeigt. Der Flyer liegt an folgenden Stellen zur Mitnahme aus:

  • Klostereck
  • Tourist-Information
  • Stadtbibliothek
  • Bürgerbüro in der Stadtverwaltung
  • vhs

Hier können Sie den Flyer online ansehen.

Bereits im Sommer letzten Jahres fiel der Startschuss für den Realisierungswettbewerb zur Zusammenlegung der Grundschulen im Osten unserer Stadt mit ihren zwei Standorten am Spitalplatz sowie an der Pössinger Straße in den frei werdenden Räumlichkeiten bzw. Flächen der Schlossbergschule.


Bis Mitte November 2020 konnten die Teilnehmer des Wettbewerbs dann ihre Pläne und Modelle einreichen, über die ein Preisgericht am 11. Februar beraten hat.
Als Gewinner ging das Büro Victoria von Gaudecker Architektur, Hofstadt Architekten zusammen mit Zaharias Landschaftsarchitekten aus München hervor, deren Entwurf das Preisgericht unter dem Vorsitz von Prof. Dipl. Ing. Matthias Loebermann überzeugte.


Die für Landsberg namensstiftende „Landesburg“ spiegelt sich in dem Siegerentwurf wieder. An der nördlichen, der Altstadt zugewandten Spitze des Schlossbergs entsteht ein Neubau mit polygonaler Satteldachlandschaft. Die der Stadt zugewandte Fassade wird dem Anspruch einer Stadtkrone gerecht. Der beliebte Aussichtspunkt über der Stadt bleibt erhalten und ist Teil einer verbesserten Wegebeziehung.
Durch die Anordnung entsteht die Chance sowohl einen geschützten Schulhof als auch gleichzeitig eine intelligente Öffnung des Freiraumes nach Süden zu erreichen.
Diese großzügige Freifläche im Süden stärkt den idyllischen und landschaftlichen Charakter des Schlossbergs. Der Bereich des ehemaligen Bierkellers bleibt für die Öffentlichkeit erlebbar und bietet Raum für weitere Freizeitaktivitäten.


Der kompakte und wirtschaftlich organisierte Neubau wird vom Hof aus betreten und empfängt die Besucher in einer großzügigen Aula, an die ein Speiseraum und Musikraum anschließen. Die Nutzung als überdachter Pausenbereich bei schlechtem Wetter ist gut vorstellbar. Der Anschluss an den Bestandsbau erfolgt über eine kleine Schnittstelle. Im Obergeschoss entsteht mit dem polygonalen Marktplatz ein attraktiver Innenraum, um den sich verschiedene Klassen- und Gruppenräume anordnen. Insgesamt soll ein lebendiges Lerncluster als zeitgemäßes pädagogisches Konzept entstehen.


Die Außenfassade ist mit einer polygonal geknickten, geschlämmten Backsteinfassade mit Lochfenstern der bestehenden Stadtmauer nachempfunden.


Insgesamt ergeben die stadträumliche Setzung, die architektonische Gestalt und die innerräumliche Qualität einen höchst überzeugenden Beitrag an diesem für Landsberg so wichtigen Ort, so das Fazit des Preisgerichts. Der Entwurf des Architekturbüros von Gaudecker trifft den Kern des Bezuges: Die Kinder schauen auf ihre Stadt und die Stadt auf ihre Kinder.


Prof. Matthias Loebermann: „Versucht man kurz Bilanz zu ziehen über den Wettbewerb Schlossbergschule, so kann man feststellen, dass es eine große Vielfalt an unterschiedlichen Vorschlägen zur Bebauung in Ergänzung zum denkmalgeschützten Bestandsgebäude gegeben hat. Dies betrifft sowohl den Umgang mit dem Denkmal als auch die eigene architektonische Haltung der Verfasser, die von zurückhaltendem Weiterbauen bis hin zu radikalem Kontrast und einer kompromisslosen modernen Architektursprache reicht.
Fast alle eingereichten Arbeiten haben sich für eine südliche Erweiterung entschieden.
Lediglich der Entwurf von Frau Prof. Gaudecker sieht einen polygonal geknickten Anbau nördlich des alten Internatsgebäudes vor, das dem Anspruch einer „Stadtkrone“ unserer Ansicht nach am besten gerecht wird. Diese prägnante Setzung mit einem geschützten Schulhof ermöglicht großzügige Freiflächen im Süden auch für die Öffentlichkeit. Das Preisgericht sieht die städtebauliche Setzung als Chance für eine neue und angemessene Interpretation des Ortes.


Nach ausgiebiger und intensiver Diskussion aller beteiligten Preisrichter konnten wir uns einstimmig auf die Arbeit von Frau Prof. von Gaudecker als 1. Preis einigen, die einen sehr sensiblen Umgang mit dem Denkmal auszeichnet, ein neues Ensemble entwickelt, welches sich gegenseitig befruchtet und stärkt und diesem herausragenden Ort Landsbergs sicher gerecht wird. Ich wünsche allen Beteiligten fruchtbare Diskussionen, die zu einer baldigen Realisierung des Entwurfs führen.“


Prof. Victoria von Gaudecker: „Der Wettbewerb hat unser Team mit Axel Hofstadt und Gabriella Zaharias von Beginn an begeistert. Es geht um einen eindrucksvollen Ort mit weit in die Vergangenheit reichender Historie und um eine anspruchsvolle Aufgabe: Für Schüler ist ein zeitgemäßer Identitäts- und Schutzraum zu gestalten, die Silhouette der Stadt Landsberg zu ergänzen, das Areal für die Allgemeinheit zu öffnen und so einen Erholungsort mit wunderschönen Ausblicken zu erschaffen. Das Zusammenspiel all dieser Faktoren ist in einem Entwurf zu vereinen ist eine Aufgabe, der wir uns in einem intensiven Entwurfsprozess mit viel Fingerspitzengefühl und Leidenschaft gestellt haben. Und so freut es uns besonders, dass unsere gestalterische Lösung die Jury überzeugen konnte und somit die Möglichkeit besteht, gemeinsam mit der Stadt an dieser Idee weiterzuarbeiten und für den Schlossberg ein neues Kapitel aufzuschlagen.“


„Es freut mich, dass aus den zahlreichen Wettbewerbsvorschlägen ein Entwurf als Sieger hervorgegangen ist, der den Bezug zur historischen Architektur des Areals aufgreift und gleichzeitig eine für die Schüler und Lehrer moderne Lernatmosphäre schafft. Hinzu kommt, dass der gesamte südliche Bereich für die Öffentlichkeit frei bleibt. Die Landsbergerinnen und Landsberger können weiterhin den einzigartigen Blick oberhalb der Stadt genießen, der durch einen Aussichtsturm möglicherweise noch verstärkt werden kann“, so Oberbürgermeisterin Doris Baumgartl, die wie Moritz Hartmann (2. Bürgermeister), Felix Bredschneijder (3. Bürgermeister) und Petra Ruffing (Stadtplanungsreferentin) der Jury des Preisgerichts angehörte.


Als weitere Preisträger wurden folgende Büros ermittelt:
2. Preis: Springer Architekten Gesellschaft mbH, Berlin mit RoosGrün, Weimar
3. Preis: MGF Architekten GmbH, Stuttgart mit Wiedemann + Schweizer Landschaftsarchitektur, Stuttgart


Die Stadt Landsberg freut sich, die Pläne und Modelle der Preisträger sowie aller weiterer Wettbewerbsteilnehmer im Rahmen einer virtuellen Ausstellung, die unter dem Link https://www.landherr-wehrhahn.de/entscheidungen/  ab 24.02.2021 besucht werden kann, vorstellen zu können.


Mit der Zusammenlegung der beiden Schulstandorte soll die 100-jährige Tradition der Schulnutzung auf dem Schlossberg fortgeführt werden.
Mit der unter Denkmalpflege geplanten Generalsanierung des bestehenden Baus und dessen Erweiterung werden die Voraussetzungen für eine 4-Zügigkeit der Grundschule und die zukünftig dringend benötigten Ganztagsangebote geschaffen werden.

Das Stadtgebiet Landsberg am Lech ist in vier Schulsprengel aufgeteilt. Der Sprengel für die Grundschule am Spitalplatz mit den beiden Schulstandorten am Spitalplatz und an der Pössinger Straße umfasst den gesamten Osten der Stadt Landsberg am Lech. Entwicklungsprognosen sagen den Bedarf einer 4-Zügigkeit voraus. Beiden Schulstandorten fehlen die Möglichkeiten sich entsprechend zu erweitern.

Das Bestandsgebäude auf dem Schlossberg, das ehemalige Realschulpensionat, ein 1905 von Carl Jäger in Neurenaissanceformen mit Jugendstilanklängen errichteter, langgestreckter Bau, nimmt in exponierter Lage auf dem Schlossberg über der Stadt den Platz des nach 1807 abgebrochenen Schlosses von Landsberg ein und wirkt – obwohl heute allseits von hohen Bäumen umgeben – prägend für die Stadtsilhouette. Mit dem Umbau des aufgelassenen Pensionats im Jahre 1967 zu einer städtischen Volksschule gingen diverse einschneidende Veränderungen am Bestandsbau einher. Das Gebäude wurde durch einen erd-geschossigen Anbau nach Süden erweitert.

Mit dem Umzug der Mittelschule in den Westen Landsbergs besteht nun die Möglichkeit für ein Zusammenlegen der beiden oben genannten Grundschulstandorte in den frei werden Räumlichkeiten bzw. Flächen der Schlossberg-schule. Die 100-jährige Tradition der Schulnutzung auf dem Schlossberg soll somit fortgeführt werden. Durch eine im Sinne der Denkmalpflege behutsam durchgeführte Transformation des Ortes und der Gebäude sollen die Voraussetzungen für eine 4-Zügigkeit und die zukünftig dringend benötigten Ganztagsangebote geschaffen werden. Dazu soll der in den 1960er Jahren angebaute Gebäudeteil abgerissen werden, der bestehende Altbau (unter Berücksichtigung der Denkmalpflege) generalsaniert werden und eine Erweiterung entstehen, die der exponierten Lage städtebaulich gerecht wird.

Die Widmung dieses symbolträchtigen, historisch bedeutsamen Ortes als Ort der Bildung und der kindlichen Prägung, zeigt auch weiterhin die zentrale Bedeutsamkeit von Kindern für die Stadt Landsberg am Lech. Die Stadt blickt auf ihre Schule und ihre Kinder, für die sie Sorge trägt – die Kinder blicken auf ihre Stadt, für die sie zukünftig die Verantwortung tragen werden.