Ankauf des Bildes „Vor den Toren einer Stadt“ für die neue Dauerausstellung

Das Neue Stadtmuseum hat auf Initiative von Anton Lichtenstern und mit Unterstützung des Freundeskreises der Städtischen Museen, des Historischen Vereins und der Hans Heinrich Martin-Stiftung die Arbeit des Künstlers Martin Paulus „Vor den Toren einer Stadt“ angekauft. Die dreiteilige Arbeit auf Nessel, Papier und Holz gewann 2011 den Ellinor Holland-Preis. Sie bezieht sich auf zwei zeitgeschichtliche Fotografien aus Landsberg am Lech: Hitler posiert vor dem Bayertor nach seiner Haftentlassung im Dezember 1924 und eine Fotografie des Jahres 1935, als das Banner „Juden sind hier unerwünscht“ die Ausgrenzung der jüdischen Mitbürger am Eingang der Stadt verkündete.


Museumsleiterin Sonia Fischer erwarb das Bild für die Stadt Landsberg am Lech mit dem Ziel, es in die neue Dauerausstellung einzubinden. „Die auf der Stadt lastende NS-Vergangenheit wird künstlerisch gelungen umgesetzt, weshalb dieses Bild als Auftakt in die zeitgeschichtliche Abteilung den Besuchern einen Denkanstoß geben soll.“


Der Freundeskreis, der Historische Verein und die Hans-Heinrich-Martin-Stiftung unterstützen dieses Vorhaben. Hans Heinrich Martin hatte im Jahr 2013 mit einer großzügigen Spende die Initialzündung zur Sanierung des Herkomer Museums gegeben. Es folgte damals eine überaus erfolgreiche Spendenaktion für das Museumsprojekt, bei dem Bürger, Geschäftsleute, Unternehmen und Vereine über 300.000 Euro spendeten.


Der jüngste Ankauf mit Unterstützung der kulturell tätigen Vereine ist ein positives Startzeichen für die Neugestaltung des Stadtmuseums, was sicherlich ganz im Sinne des im Mai verstorbenen, ehemaligen Geschichtslehrers Hans Heinrich Martin gewesen wäre.