Ausstellung „Die Bücherverbrennung 1933“

Ausstellung in der Stadtbibliothek Landsberg am Lech vom 10.05. – 24.05.2019

Mit einer Plakatausstellung, konzipiert vom Haus der bayerischen Geschichte, erinnert die Stadtbibliothek Landsberg am Lech an die öffentlichen NS-Bücherverbrennungen am 10. Mai 1933.
Im Frühjahr 1933 loderten Scheiterhaufen in München, Nürnberg, Würzburg, Erlangen und Regensburg. Nationalsozialistische Studenten verbrannten die Werke bedeutender Dichter, Schriftsteller und Wissenschaftler, beispielsweise von Bertolt Brecht, Lion Feuchtwanger, Erich Kästner und Sigmund Freud.

Diese „kulturelle Gleichschaltung“ war ein weiterer Schritt in die Diktatur, an dessen Anfang die Machtübernahme durch die Nationalsozialisten am 30. Januar 1933 stand. Die neuen Machthaber erstellten „schwarze Listen“ mit „entarteter“ Literatur, die aus Buchhandlungen und Bibliotheken verschwinden mussten. Unerwünschte Dichter, Schriftsteller und Wissenschaftler wurden verfolgt, in „Schutzhaft“ genommen, mussten das Land verlassen oder kamen in Lagern um.

Die Ausstellung vermittelt einen Einblick in die Maßnahmen der kulturellen Gleichschaltung unter der Diktatur der Nationalsozialisten. An Beispielen werden Rolle und Beweggründe der Täter verdeutlicht. Exemplarisch werden die Schicksale ausgewählter Schriftsteller und Wissenschaftler vor Augen geführt. Die Bildtafeln dienen als Anstoß zu einer weiteren Beschäftigung mit der kulturellen Gleichschaltung und ihren Folgen.

Die Ausstellung kann während der Öffnungszeiten der Stadtbibliothek Landsberg am Lech besichtigt werden:
Mo, Di, Fr    11-18 Uhr
Mi        10-13 Uhr
Do        13-19 Uhr