Berufung eines wissenschaftlichen Beirats für das Stadtmuseum

Der Bildungs-, Sozial- und Kulturausschuss hat in seiner vergangenen Sitzung den wissenschaftlichen Beirat für die Neukonzeption der zeitgeschichtlichen Abteilung im Stadtmuseum berufen. In der nicht-öffentlichen Sitzung brachten die Stadträte ihre Freude zum Ausdruck, renommierte Wissenschaftler für die Gremiumsarbeit gewonnen zu haben, die in Institutionen und Forschungseinrichtungen auf dem Gebiet der deutschen Zeitgeschichte tätig sind.


Dies sind: Prof. em. Dr. Karl Filser, ehemaliger Lehrstuhlinhaber der Geschichtsdidaktik an der Universität Augsburg, Mitherausgeber des Bandes „Landsberg in der Zeitgeschichte. Zeitgeschichte in Landsberg“ (2010). Dr. Christoph Kreutzmüller ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Gedenk- und Bildungsstätte „Haus der Wannseekonferenz“ und einer der Kuratoren der neuen Dauerausstellung im Jüdischen Museum Berlin. Dr. Anna Ullrich arbeitet am Institut für Zeitgeschichte, Zentrum für Holocaust-Studien, sie ist Projektkoordinatorin der European Holocaust Research Infrastructure (EHRI). Jutta Fleckenstein ist stellvertretende Direktorin und langjährige Kuratorin am Jüdischen Museum München. Dr. Jascha März ist wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der Stiftung Bayerischer Gedenkstätten und schon länger im wissenschaftlichen Austausch mit Museumsleiterin Sonia Fischer. Aus dem Ausland ergänzt das Team Abraham J. Peck Ph.D., der Zeitgeschichte an der University of Southern Maine unterrichtet und persönlich mit Landsberg am Lech verbunden ist: er ist eines der im Landsberger DP-Lager (Displaced-Person-Camp) geborenen Kinder.


Der wissenschaftliche Beirat berät die Museumsleiterin in fachlichen Fragen und bringt seine Expertise insbesondere zu Fragen des wissenschaftlichen und didaktischen Konzepts der zeitgeschichtlichen Abteilung ein. Seine Einberufung wird erstmals nach den Sommerferien erfolgen. Die Mitglieder des Bildungs-, Sozial- und Kulturausschusses waren sich zudem einig, bürgerschaftliches Engagement durch flankierende Öffentlichkeitsarbeit in das Neugestaltungsprojekt einzubinden.