Führung durch die Europäische Holocaustgedenkstätte – Landsberg im Fokus der Zeitgeschichte

Ab Juni 1944 entstand im Großraum des Landkreises Landsberg am Lech der KZ-Lagerkomplex Kaufering mit zahlreichen Außenanlagen des Konzentrationslagers Dachau. Nach gegenwärtigem Wissensstand wurden hier in zehn Monaten ca. 23.000 KZ-Häftlinge deportiert. Über 6.300 namentlich bekannte KZ-Häftlinge überlebten diese KZ-Lager nicht. Fast alle Spuren des KZ-Lagerkomplexes Kaufering sind heute bis auf wenige Reste verschwunden. Nur im ehemaligen KZ-Lager Kaufering VII (südöstlich der Stadt Landsberg an der Erpftinger Straße) sind Bau- und Bodendenkmäler bis heute erhalten geblieben. 

Die Stadt Landsberg bietet hier in Kooperation mit dem Verein Europäische Holocaustgedenkstätten Stiftung e.V. in regelmäßigen Abständen Führungen an. Dort wird über die Hintergründe der Einrichtung, die Lebensumstände der betroffenen Häftlinge sowie die Nachkriegsgeschichte des Geländes bis zum heutigen Stand der Restaurierung berichtet. Die nächste Führung findet am Sonntag, 7. August um 14 Uhr statt, kostet für Erwachsene 13 Euro und für Jugendliche 6 Euro. Treffpunkt ist am Parkplatz Erpftinger Straße. Wegen der begrenzten Teilnehmerzahl wird um eine rechtzeitige Anmeldung bei der Tourist-Information bis Donnerstag, 4. August 12 Uhr unter der Telefonnummer 08191/128-246 gebeten. 

Weitere Termine der Führung sind auf der Website der Stadt Landsberg aufgeführt.