Großzügige Schenkung für das Neue Stadtmuseum

Zwei Frauenporträts des Malers Fritz Erler übereignete die Familie Rohrmoser der Stadt Landsberg am Lech bzw. dem Neuen Stadtmuseum, damit – so die Schenkerin Inge Mayer – die Kultur der Stadt durch ihre Bürger gefördert werde. Kunst und Kultur lägen ihr sehr am Herzen und sie verbinde mit der Schenkung die Hoffnung, dass das Neue Stadtmuseum als öffentliche Einrichtung, die mit ihrer Arbeit Kunst und Kultur vermittle, Stärkung erfahre.

Den Kontakt zur Familie Rohrmoser hatte bereits Hartfrid Neunzert, der ehemalige Museumsleiter, hergestellt. Die Familie war eng mit dem Haushalt Fritz Erlers verbunden: So arbeitete der Vater von Inge Mayer, geborene Rohrmoser, im Atelier des Malers in Holzhausen. Ihre Tante, Magdalena Rohrmoser, war auch noch nach dem Tod des Münchner Kunstprofessors im Haushalt seiner Frau Anna Erler beschäftigt. Fritz Erler war Mitglied der Künstlervereinigung Scholle und lebte wie die Kollegen Adolf Münzer und Walter Georgi in Holzhausen am Ammersee, wo er 1940 verstarb.

Inge Meyers Bruder, der den Termin bei Oberbürgermeister Mathias Neuner begleitet hatte, brachte Zeitungsartikel und Fotos der Familie mit. Darunter ein Artikel über den Brand des Ateliers Erlers am 19. Februar 1965, bei dem der gesamte Nachlass des Künstlers in Flammen aufging. Ein Zeitungsfoto zeigte Magdalena Rohrmoser vor der abgebrannten Ruine mit der Bildunterschrift: „der gute Geist im Hause des Kunstmalers Erler“.

Die Arbeiten der Schollemaler in Ausstellungen zu thematisieren, dürfte im Sinne des „guten Geistes“ Leni Rohrmoser gewesen sein. Oberbürgermeister Mathias Neuner und Museumsleiterin Sonia Fischer sehen in der Schenkung der qualitätvollen Porträts eine großartige Unterstützung der Museumsarbeit, für die sie sich bei der Familie herzlich bedankten.