Hartmann und Lichtenstern Seite an Seite

Gemeinsames Konzert für den Flügel – mit Tilbert Weigel und Tomoko Nishikawa

Ein Rathauskonzert ausser der Reihe und etwas ganz besonderes: die beiden künstlerischen Leiter werden am Sonntag, 2. Dezember gemeinsam auf der Bühne stehen und den Abend mit ihren Kollegen Tilbert Weigel und Tomoko Nishikawa gestalten.
Der neue Konzertflügel ist fast in Reichweite, daher haben sich die beiden künstlerischen Leiter Franz Lichtenstern und Christoph Hartmann entschlossen, ein gemeinsames Konzert zu veranstalten und haben dazu ihre Kollegen Tilbert Weigel (Viola) und Tomoko Nishikawa (Klavier) gewinnen können. Tilbert Weigel spielt eine Viola aus der Werkstatt des Landsberger Geigenbaumeisters Martin Schleske. Auf dem Programm des Abends stehen unter anderem Werke von Charles-Marie Widor, Johannes Brahms und August Klughardt.


Tomoko Nishikawa ist in Tokyo geboren und lebt seit 1983 in Deutschland. Ihr Klavierstudium absolvierte sie an der Hochschule für Musik in München mit Meisterklassenabschluss. Sie ist Preisträgerin in Solo- und Kammermusikwettbewerben. 1996 wurde Tomoko Nishikawa ins Förderprogramm des Vereins „Yehudi Menuhin Live Music Now“ aufgenommen, in dem sie heute ehrenamtlich in der Organisation tätig ist. Tomoko Nishikawa wirkt in vielen Konzerten und Rundfunkaufnahmen als Solistin und Kammermusikerin mit. Seit 1995 hat sie einen Lehrauftrag an der Hochschule für Musik und Theater in München. Auch bei internationalen Meisterkursen und Wettbewerben ist sie als offizielle Klavierbegleiterin gefragt.


Tilbert Weigel, geboren in Ulm, erhielt mit sieben Jahren dort seinen ersten Violinunterricht und wechselte später zu Jorge Sutil in München. Er studierte an der Münchner Musikhochschule Violine bei Prof. Yuko Inagaki-Nothas und Prof. Kurt Guntner. Die Ausbildung auf der Viola bekam er ebenfalls in München bei Prof. Hariolf Schlichtig. Von 1993 bis 2000 wurde Tilbert Weigel im Verein „Yehudi Menuhin Live Music Now“ gefördert. Von 1998 bis 2009 war er im Orchester des Staatstheaters am Gärtnerplatz in München engagiert. Im September 2009 wechselte er zum Bayerischen Rundfunk ins Münchner Rundfunkorchester, wo er heute Vorspieler der Bratschen ist. Seit 2016 ist Tilbert Weigel Mitglied im Bayreuther Festspielorchester. Zudem spielte er in vielen Konzerten der Reihe „Kammermusik im Foyer“ des Staatstheaters am Gärtnerplatz und war langjähriges Mitglied im Arion-Quartett München. Nun ist er aktiv in der Kammermusikreihe des Münchner Rundfunkorchesters und als Gast in verschiedenen Ensembles bei Konzerten im In- und Ausland. Tilbert Weigel spielt eine Viola von Martin Schleske.


Franz Lichtenstern wurde in Landsberg am Lech geboren und studierte Violoncello an den Musikhochschulen in Lübeck und München. Prägende musikalische Impulse erhielt er vor allem durch das Kammermusikstudium bei Walter Levin in Lübeck und durch Siegfried Palm. 1997 wurde er Mitglied im Orchester des Staatstheaters am Gärtnerplatz in München. Franz Lichtensterns Leidenschaft als Musiker gilt neben dem Orchester vor allem der Kammermusik: seit 2009 veranstaltet er die Konzertreihe „Kammermusik im Bibliothekssaal“ in seiner Heimatstadt Landsberg am Lech und seit 2012 ist er zudem einer der beiden künstlerischen Leiter der „Rathauskonzerte Landsberg“. Im Jahr 2014 wurde Franz Lichtenstern zum Bayerischen Kammermusiker ernannt, 2015 verlieh im die Stadt Landsberg am Lech die Dominikus-Zimmermann-Rocaille und seit Sommer 2017 hat er die Ehre, Mitglied im Bayreuther Festspielorchester zu sein.


Der Oboist Christoph Hartmann, geboren 1965, stammt aus Landsberg am Lech. Seine musikalische Ausbildung begann er als Gaststudent am Leopold-Mozart-Konservatorium in Augsburg bei Georg Fischer, setzte später sein Studium bei Günther Passin an der Musikhochschule in München fort und schloss es mit dem Meisterklassendiplom in den Fächern Oboe und Kammermusik ab. Unmittelbar nach dem Studium unterrichtete er selbst an der Münchner Musikhochschule. Seine Laufbahn als Orchestermusiker nahm 1991 als Solo-Oboist bei den Stuttgarter Philharmonikern ihren Anfang – bereits ein Jahr später wurde er als Oboist bei den Berliner Philharmonikern engagiert. Darüber hinaus konzertiert Christoph Hartmann regelmäßig als Solist und lehrt an der Orchesterakademie der Berliner Philharmoniker. 1999 rief er gemeinsam mit Orchesterkollegen das Kammermusikfestival „Landsberger Sommermusiken“ ins Leben.


Konzert am Sonntag, 2.Dezember im Festsaal des Historischen Rathauses, Beginn 18 Uhr (keine Werkeinführung). Tickets im Theaterbüro und Reisebüro Vivell.