JuZe Landsberg: Die Sieger des Schreibwettbewerbs stehen fest

Wie erleben und verarbeiteten Jugendliche die Ausgangssperre, die Zeit in der sie ihre Freunde nicht sehen dürfen und den corona-bedingten Lockdown? Diese Frage haben sich die Mitarbeiter des JuZe
Landsberg gestellt und einen Schreibwettbewerb für Jugendliche und junge Erwachsene zu diesem Thema veranstaltet.

Überrascht war man von der Vielfalt und Qualität der eingereichten Texte. Unter den Einsendungen aus dem ganzen Landkreis bekam Lisa Brenner den 1. Platz für ihr Langgedicht „Mensch“. "Himmel wird blau,
Merkel und Spahn / Nachbarschaftshilfe, Fischmarkt Wuhan" ist sehr schön formuliert, eine wunderbare Sammlung aus dem Zusammenhang gerissener Zitate, die dann sehr emotional und kämpferisch
enggeführt wird - formal ebenfalls ambitioniert und zugleich emotional authentisch.“, so die Jurybegründung.

Platz 2 belegte Lena Praßler aus Reisch mit „Der Anfang vom Ende.“, einem in Tagebuchform verfassten Text. "Die Logik ist den Auslöser für Corona suchen gegangen", das ist der coolste Satz einer sehr coolen,
formal ziemlich ambitionierten, mehrstimmigen Tagebuchcollage mit jeder Menge Humor und Sarkasmus, aber auch ziemlich echt anmutenden Gefühlen, hieß es der Jurybegründung.

Die dritthöchste Punktzahl bekam die aus dem Irak stammende Wasan Alalkam für ihr Gedicht „Hoffnung“.

Die Wettbewerbsjury bestand aus Andreas Heckmann (Autor, Redakteur der Literaturzeitschrift Am Erker), Dr. Matthias Hofmann (Autor, Herausgeber der Onlinezeitschrift Friktionen), Helmut Glatz (Autor,
Gründer des Landsberger Autorenkreises, Repräsentant der Gesellschaft der Lyrikfreunde Bayern) und Sigi Wiedemann (Künstlerin und Kunsttherapeutin).

Die Preise (Buch- bzw. CD-Gutscheine) werden den Siegern corona-bedingt postalisch zugestellt. Die Siegertexte können auf der Homepage www.juze-landsberg.de/juze-schreibchallenge-2020
nachgelesen werden.