Kunstprojekt in der Alten Wache

75 Jahre Frieden - im eigenen Land: ein Grund, innezuhalten und nachzudenken und Anlass für ein Kunst- und Kulturprojekt der besonderen Art, das im Mai 2020 stattfinden wird. Ein breites, generationenübergreifendes Publikum soll dabei die Möglichkeit haben, sich mit dem Thema Krieg und Frieden auseinanderzusetzen.


Bei einer Pressekonferenz am Donnerstag, 16. Januar präsentierten die Initiatoren ihre Ideen und Planungen am Veranstaltungsort – der „Alten Wache“ im Frauenwald.
Das Projekt, das vom 30. April bis 10. Mai stattfindet, wird vom Verein Kunst und Gesellschaft e.V. (in Gründung) zusammen mit dem Kulturbüro der Stadt Landsberg am Lech geplant und umgesetzt. Künstlerischer Leiter ist der Issinger Künstler Franz Hartmann, der auch mit eigenen Arbeiten bei der Ausstellung vertreten sein wird.


Wie Franz Hartmann erklärte, ist eine große Ausstellung regionaler und überregionaler Künstler geplant, die sich in ihren Arbeiten in den unterschiedlichsten Formen der bildenden Kunst mit dem Thema auseinandersetzen: Objektkunst, Malerei, Video, Installation und Aktionskunst. Eingeladen wurden bislang ca. 25 Künstler. Diese haben sich zumeist schon in der Vergangenheit intensiv mit dem Thema Krieg und Frieden beschäftigt, wie beispielsweise Bernd Zimmer (Pollinger Totentanz), Arbeiten des 2006 verstorbenen Otto Dressler (Verfremder) sowie die Künstlerin Nana Dix (Enkelin von Otto Dix). Parallel dazu wird das Thema literarisch, musikalisch, redaktionell und performativ bearbeitet und in besonderen Veranstaltungsformaten zugänglich gemacht. Schüler und Jugendliche haben die Möglichkeit, sich aktiv mit dem Thema auseinanderzusetzen und dieses künstlerisch zu verarbeiten, beispielsweise durch die Beteiligung an der stadtübergreifenden Kunstinstallation „Friedensfahnen“.
Ein Teil der Ausstellungsfläche in der „Alten Wache“ wird für Jugendliche und junge Erwachsene bereitgestellt, diese können ab jetzt Ideen, Wünsche und Vorstellungen zu einer künstlerischen Auseinandersetzung zum Thema einreichen. Je nach Vorhaben können auch professionelle Künstler die einzelnen Ideen unterstützend begleiten.


Die „Alte Wache“, die ehemalige Eingangspforte des einstigen Fabrikgeländes im Frauenwald, ist noch im Originalzustand erhalten, dient als Veranstaltungsort für „75 Jahre Frieden im eigenen Land“ und wird exemplarisch für die anderen noch erhaltenen Rüstungsbauten selbst zum Kunstobjekt.
„Wir wünschen uns eine künstlerische Auseinandersetzung verschiedener Generationen zum Thema Frieden in unserem Land mit vielfältigen Antworten“ bringt es Franz Hartmann auf den Punkt.
Infos auch unter www.kunst-haelt-wache.de