Nächste Schritte zur Sanierung des Inselbades: Gemeinsamer Workshop stellt wichtige Weichen

Das Inselbad im Herzen der Stadt Landsberg am Lech ist ein besonderes Juwel. Direkt am Lech gelegen mit einem fantastischen Blick über die Landsberger Altstadt begeistert es bereits mehrere Generationen von Landsbergern. Es ist aber auch ein beliebtes Ausflugsziel für Besucher aus der näheren und weiteren Region. Im kommenden Jahr feiert das Bad sein 50-jähriges Jubiläum. Die Jahre sind jedoch nicht spurlos an dem Bad vorübergegangen und es bedarf einer dringenden Sanierung.

Bereits im Juli 2017 fand dazu eine breit angelegte Bürgerbefragung statt mit dem Ergebnis, dass die Bürgerinnen und Bürger das Bad auch künftig als Familienbad erhalten möchten.
Mitte des Jahres gab es einen ersten Planungsentwurf, der im Stadtrat diskutiert wurde. Dabei ging es um den zukünftigen Charakter des Inselbads an der städtebaulich prominenten Stelle zum Auftakt in die Altstadt und den möglichen Erhalt des Bestandsgebäudes.

Am Wochenende fand nun ein gemeinsamer Workshop mit Mitgliedern des Stadtrates, der Stadtverwaltung, den Stadtwerken und dem beteiligten Architekten statt, um diese Fragen zu diskutieren und die weiteren Planungsschritte abzustimmen. Sehr schnell war klar, dass das Bestandsgebäude weder von der baulichen Substanz, noch von der Aufteilung her geeignet ist, die zukünftigen Anforderungen an ein Freibad und eine Gastronomie zu erfüllen. Die Teilnehmer einigten sich darauf, das 70iger Jahre-Gebäude durch einen Neubau zu ersetzen. Der neue Entwurf soll dabei einen möglichst kleinen Fußabdruck haben, sich am pavillonartigen Charakter des Bestandsbaus orientieren und diesen in die heutige Zeit transformieren. Für die Ganzjahresnutzung durch eine Gastronomie wird mit einer Nutzfläche von etwa 500 qm geplant und zwar im Obergeschoss des Neubaus, um den fantastischen Blick auf Altstadt, Lechwehr und Mutterturm ganzjährig einzufangen.

Hierfür sind zusätzliche Erschließungsmaßnahmen für einen barrierefreien Betrieb nötig, ebenso wie ein separater Zugang, um eine eigenständige, störungsfreie Adressbildung zu ermöglichen. Dies bedingt eine grundsätzliche Umplanung durch das Architekturbüro Pohl, die stufenweise unter Einbindung des Stadtrats und der Stadtwerke erfolgen soll. Der nächste Workshop, indem dann unterschiedliche städtebauliche Varianten diskutiert werden, findet im Dezember 2021 statt. Anschließend soll die Planung abgeschlossen und den Bürgerinnen und Bürgern wieder vorgestellt werden. „Es ist wichtig, dass wir uns die Zeit nehmen, hier die Planungen nochmals genau zu betrachten, um die für alle Seiten die beste Lösung zu finden. Es soll ein modernes Familienbad entstehen, das den Charakter des Inselbades widerspiegelt und am Auftakt zur Altstadt einen attraktiven Anziehungspunkt für die Bürgerinnen und Bürger bildet“, so die übereinstimmende Meinung von Stadt und Stadtwerken.

Bezüglich der künftigen Beckenlandschaft wurden ebenfalls wichtige Punkte festgelegt. So sollen die großen Becken, das 50m-Becken, das Springerbecken mit neuem Turm und das Wellenbecken in ihrer Lage unverändert bleiben und technisch saniert werden. Für das Nichtschwimmer- und Kleinkinderbecken wird der Architekt einen Vorschlag aus fachlicher und konstruktiver Sicht zur Diskussion dem Stadtrat vorlegen.