Neue Fahrbahnmarkierung: Förderung des Radverkehrs in der Münchener Straße

Bei der Gestaltung des öffentlichen Verkehrs- und Straßenraumes ist es erforderlich, neue und innovative Wege zu gehen. Die Stadt Landsberg am Lech hat deshalb 2021 bei der Vorstellung des Geh- und Radmobilitätskonzeptes festgelegt, einen Verkehrsversuch in der Münchener Straße durchzuführen mit dem übergeordneten Ziel, sichere und bequeme Geh- und Radwege entlang der Hauptachsen zu schaffen. Dafür werden ab 7. Juni in der Münchener Straße auf beiden Fahrbahnseiten Schutzstreifen für Radfahrer angebracht. Die Arbeiten dauern ca. 2 bis 4 Tage.
Der Teilabschnitt der Münchener Straße, der hierfür vorgesehen ist, reicht von der Einmündung der Epfenhauser Straße bis zum Anwesen der Allguth-Tankstelle. Die Polizei wurde am Verfahren beteiligt und hat dem Verkehrsversuch zugestimmt.

Konkret werden folgende Maßnahmen durchgeführt:
1. Markierung eines so genannten Angebotsstreifens mit einer Breite von 1,25 m. Durch die unterbrochene Markierung ist ein Überfahren durch den Kraftfahrer möglich.
2. In regelmäßigen Abständen wird das Sinnbild „Radfahrer“ auf der Fahrbahn im Bereich des Schutzstreifens auf markiert.
3. Die vorhandene Leitlinie in der Mitte der Fahrbahn wird entfernt.

Die Münchener Straße hat eine hohe Bedeutung als wichtige Ost-West-Verkehrsachse für den Radverkehr. Die derzeitige Verkehrsbelastung von aktuell 13.443 Kraftfahrzeugen am Tag mit einem Güterverkehrsanteil von 6,0 Prozent stellt für Radfahrende eine subjektive Gefahrensituation dar.
Um eine abschließenden Bewertung dieses Verkehrsversuches zu ermöglichen, wurden Anfang April 2022 die aktuellen Verkehrsdaten, auch der Anteil des Radverkehrs, erhoben. Es ist beabsichtigt, nach sechs Monaten und abschließend nach weiteren sechs Monaten nochmals den Anteil des Radverkehrs zu erheben. Dadurch wird es möglich sein, die durchgeführten Maßnahmen im Hinblick auf die erzielten Verbesserungen zu beurteilen.

„Wir bitten alle Verkehrsteilnehmer (insbesondere die motorisierten Kraftfahrer) um gegenseitige Vorsicht und Rücksichtnahme,“ sagte Oberbürgermeisterin Doris Baumgartl.