Neuer Forstwirtschaftsplan für die Wälder der Stadt Landsberg am Lech

Die Stadt Landsberg am Lech und die Heilig-Geist-Spital-Stiftung bewirtschaften gemeinsam 2.300 Hektar Wald. Sie stellen damit einen der größten kommunalen Forstbetriebe im südlichen Bayern dar. Alle zehn Jahre wird überprüft, ob man sich bei der nachhaltigen und naturnahen Waldbewirtschaftung innerhalb der gesetzten Zeile befindet. Dieses Thema ist angesichts der derzeitigen Diskussion um den Klimawandel besonders aktuell. Die Wälder sollen auch in Zeiten des Klimawandels den künftigen Herausforderungen gewachsen sein.


Mit der „Forsteinrichtung“ – so heißt die forstliche Planung in Fachkreisen - hat die Stadt Landsberg am Lech die Firma FBR Consulting/Forstbüro Reisig betraut. In diesen Tagen wird mit der Inventur begonnen. Untersucht werden das Alter der Bäume, die Baumartenverteilung, die Holzvorräte, der Holzeinschlag der abgelaufenen Planungsperiode und die Nutzungspotenziale in den nächsten Jahren. Wichtige Punkte sind auch die Gesundheit der Wälder und wie sich die bisherige Waldpflege ausgewirkt hat. Aus der Gesamtschau der vielen Kenngrößen leitet die Forsteinrichtung zusammen mit der städtischen Forstverwaltung und der Bayerischen Forstverwaltung die Ziele für die künftige Waldbewirtschaftung ab.Die Forsteinrichtung soll im September nächsten Jahres zum Abschluss kommen.


Die gesetzliche Grundlage für die Forsteinrichtung im Körperschaftswald ist das Bayerische Waldgesetz (BayWaldG) sowie die Körperschaftswaldverordnung (KwaldV). Danach muss die Waldbewirtschaftung der Kommunen und öffentlichen Stiftungen auf Forstwirtschaftspläne gestützt sein. Der Freistaat Bayern, vertreten durch das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Fürstenfeldbruck, übernimmt dabie 50 % der Kosten.


Die Wälder der Stadt Landsberg am Lech und der Heilig-Geist-Spital-Stiftung haben den Orkan Niklas im Jahr 2015 und die trockenen und heißen Sommer der letzten Jahre nicht ganz ohne Schäden überstanden. Dank der naturgemäßen Dauerwaldbewirtschaftung, wie sie bereits seit Jahrzehnten praktiziert wird, stehen die städtischen Wälder trotzdem vergleichsweise gut da. An der schonenden und naturnahen Wirtschaftsweise soll daher auch in Zukunft festgehalten werden. Die Erkenntnisse des Klimawandels werden hierbei maßgeblich berücksichtigt.


Weitere Informationen zum Thema Forsteinrichtung geben die Mitarbeiter des Städtischen Forstamtes unter 08191 – 128 207 oder forst@landsberg.de.