Rathauskonzert: Gar schaurige Balladen

Beifallsstürme für Mathias Hausmann und Gerold Huber

Mit Bravo-Rufen und nicht enden wollendem Applaus feierte das Publikum die Musiker des letzten Rathauskonzertes vor der Sommerpause. Der Bariton Mathias Hausmann und der Ausnahmepianist Gerold Huber präsentierten Lieder und Balladen von Schubert, Liszt und Loewe.
Sehr abwechslungsreich, aber mit dem Schwerpunkt auf Balladen – so beschrieb der Sänger das Programm des Abends. In drei Sprachen – deutsch, italienisch und französisch – mit Liedern, mal romantisch, mal dramatisch und schaurigen Balladen. In perfektem Zusammenspiel erklangen im ersten Teil verschiedene Schubert-Lieder, darunter Vertonungen von Goethes „Sänger“, Schillers „Pilgrim“. Der erste Höhepunkt war ohne Zweifel „Der Tod und das Mädchen“ nach dem Gedicht von Matthias Claudius. Drei Lieder nach italienischen Texten zeigten die Wandlungsfähigkeit Hausmanns – von zarten Tönen bis zur Opera Buffa.


Nach der Pause wurde es dann dramatisch: mit den Balladen von Franz Liszt „Die Vätergruft“ nach Ludwig Uhland und dem französischen „Gastibelza“ nach Victor Hugo. Gleich zweimal erschien der Erlkönig: einmal in der bekannten Ballade von Johann Wolfgang von Goethe, vertont von Carl Loewe, und in „Herr Oluf“, ebenfalls von Loewe. „Das geht selten gut aus“ – hatte Mathias Hausmann vorher gewarnt. Und wirklich war die Spannung während der schaurigen Balladen zum Greifen, wurde die gespenstische Stimmung der bekannten Werke präsent wie nie – nicht zuletzt durch die Virtuosität des Pianisten Gerold Huber. Die Spannung wurde dann gelöst durch zwei weitere Balladen von Carl Loewe „Die wandelnde Glocke“ mit „glücklichem Ausgang“ und der Prinz-Eugen-Parodie nach Ferdinand Freiligrath. Die Zuhörer im gut gefüllten Festsaal bedankten sich bei den Künstlern mit begeistertem Applaus und Bravo-Rufen.


Die Rathauskonzerte gehen nun in die Sommerpause. Das Programm für die nächste Saison erscheint im Juli als Printversion und online unter www.rathauskonzerte-landsberg.de