Schüler und Forstamtsmitarbeiter hängen Nistkästen im Frauenwald auf

Raus aus dem Klassenzimmer – rein in die Natur und mit den Händen Neues schaffen. Im vergangenen Jahr wurde bereits an den Praxistagen der Schüler des Dominikus-Zimmermann-Gymnasiums das Projekt „Barfußpfad“ im Lechpark Pössinger Au umgesetzt. In diesem Jahr lag Forstamtsleiter Michael Siller das Thema „Schutzfunktion des Waldes“ am Herzen. Gemeinsam mit 15 Schülerinnen und Schüler sowie der betreuenden Lehrerin Gisela Niemann ging es in den drei Tagen des Praxisseminars hoch in die Bäume: Zuvor wurden die Schüler in die unterschiedlichen Baumarten eingewiesen, an die die Nistkästen angebracht werden sollen. Weiter konnten sie in die Vogelarten kennenlernen, die die neuen Behausungen dann nutzen sollen. Das Anbringen der Nistkästen ist eine sogenannte CEF-Maßnahmen (continuous ecological functionaly measures), eine „Maßnahmenumsetzung für die dauerhafte ökologische Funktion“ angelegt. Michael Siller lobte den Einsatz der Schüler, die ein tolles Engagement an den Tag gelegt haben. Durch Baumaßnahmen im Bereich des ehemaligen IVG-Geländes wurden natur- und artenschutzrechtliche Maßnahmen erforderlich. Dazu wurden 80 unterschiedliche Nistkästen im Bereich des Frauenwaldes gemeinsam mit den Schülern angebracht, die unter anderem für Hohltauben, große und kleine Meisen, Fledermäuse, Waldkauze, Stare, Gartenrotschwänze oder Waldohreulen geignet sind. Die Schüler haben die Forstmitarbeiter dabei tatkräftig unterstützt und konnten in den Tagen einiges an Umweltpädagogik erfahren: sie durften den Wald mit allen Sinnen erleben und haben wichtige Erfahrungen hinsichtlich Gruppendynamik, Teamwork und gemeinsamer Motivation sammeln dürfen.