Situation der Trinkwasser-Versorgung

Bis vor kurzem ist man bei den Stadtwerken Landsberg KU davon ausgegangen, dass die Landsberger Wasserversorgung für die nächsten beiden Jahrzehnte vollkommen ausreichend sei. Mit drei Gewinnungsanlagen in zwei getrennten Trinkwasserschutzgebieten und einer genehmigten Entnahme von 3,52 Mio. m3 im Jahr sah man sich gut gerüstet.
Die lang anhaltende Trockenheit des diesjährigen Sommers brachte die Wasserversorgung nicht nur wegen der hohen Temperaturen zum Schwitzen. Während die Quellen in der Teufelsküche noch genügend Trinkwasser lieferten, erreichten die Wasserstände im Landsberger Westen historische Tiefstände.
Bei der wegweisenden Maßnahme „Wasser Landsberg 2010“ wurden die Quellen in der Teufelsküche mittels eines Dükers, einer unterirdischen Verbindungsleitung unter dem Lech, mit den Anlagen im Westen verbunden. Nur diesem Umstand ist es zu verdanken, dass weiterhin Trinkwasser in gewohnter Qualität geliefert werden kann.
Um die Vorräte zu schonen, wurden vorsorglich eine Reihe von technischen Maßnahmen kurzfristig umgesetzt.
Die Rückspeisung aus Kaufering war in diesem Zusammenhang besonders wichtig. Während über die Leitung an der alten B17 noch im letzten Jahr der Markt Kaufering mit Trinkwasser aus Landsberg am Lech versorgt wurde, erfolgt nun eine Belieferung aus Kaufering und trägt zu einer deutlichen Verbesserung der Situation bei.
Da man zukünftig auch damit rechnen muss, dass die Niederschläge auch für einen noch längeren Zeitraum ausbleiben oder einfach zu gering sind, werden derzeit noch eine Reihe weiterer Erschließungen (Quellen und Brunnen) geprüft und bewertet.
Ziel ist die Entwicklung eines kommunenübergreifenden Projektes mit den Wasserversorgern der Region. In diesem sollen die unterschiedlichen Gewinnungsanlagen mit all ihren spezifischen Stärken und Schwächen berücksichtigt und eingebunden werden, um auch bei zukünftigen Extremsituationen die Versorgungssicherheit zu gewährleisten.