Sonnenacker in Reisch eingeweiht

Im Stadtteil Reisch wurde das erste Projekt aus der Dorfentwicklung umgesetzt. Noch vor Verabschiedung der Gesamtstrategie „Unser Landsberg 2035“ im Stadtrat, ist mit dem Sonnenacker ein neuer sozialer Treffpunkt entstanden. Oberbürgermeister Mathias Neuner und Stadtrat Christian Hettmer (CSU) pflanzten zur offiziellen Einweihung am vergangenen Samstag einen Baum.


Weiß-blauer Himmel, eine blühende Blumenwiese, summende Bienen und reichen Ertrag bringende Anbauflächen. Zahlreiche Ortsteilbewohner fanden am vergangenen Samstag den Weg auf ein eingezäuntes Gelände am Rande von Reisch. Besser hätten die Rahmenbedingungen zur Einweihung des Reischer Sonnenackers gar nicht sein können.
Im Rahmen des Dorfentwicklungsprozesses haben sich die Reischerinnen und Reischer neue soziale Treffpunkte gewünscht. Seit dem Frühjahr ist diese Idee nun in die Tat umgesetzt worden. „Dank der unkomplizierten Unterstützung der Stadt Landsberg am Lech konnte der Schützenverein Gut Ziel Reisch e.V. die Fläche, die ursprünglich für einen neuen Friedhof geplant war, pachten“, sagte Stadtrat Christian Hettmer (CSU) bei seiner Ansprache.


Auf Anhieb hatten sich 17 Interessenten gefunden. Diese hatten zunächst Pionierarbeit zu leisten. Die erste harte Arbeit – das Fräsen der jeweils etwa 20 m² großen Parzellen - konnte Landwirt Peter Laber mit schwerem Gerät abnehmen. In der Folge war aber doch reichlich Handarbeit gefragt. Mittlerweile steht ein Geräteschuppen auf dem Sonnenacker, eine Wildblumenwiese wurde angelegt und ein Wasserfass aufgestellt. Besonders dankte Christian Hettmer „der guten Seele des Sonnenackers, Wolfgang Förstle, ohne den das Projekt so nicht denkbar gewesen wäre!“.
Die Teilnehmer am Sonnenacker legen großen Wert auf eine naturgerechte Bewirtschaftung. Dass der Anbau nach biologischen Grundsätzen erfolgt, versteht sich von selbst. Eine Wildblumenwiese soll Insekten eine Nahrungsquelle bieten. Stadtrat Hubert Schlee (CSU) ist Imker und unterhält auf dem Sonnenacker ein Bienenvolk. Und die Reischer planen weiter. So soll eine neue Hecke Vögeln ein Zuhause bieten und vor Bodenerosion schützen.


Oberbürgermeister Mathias Neuner zeigte sich sichtlich beeindruckt von dem Projekt. An einer Anhöhe pflanzten Neuner und Hettmer eine Rotkastanie, in deren Schatten künftig auch einmal eine Pause möglich sein soll. „Dieser Baum kann weit über hundert Jahre alt werden, er soll also damit auch ein Zeichen von Beständigkeit sein“, so Neuner bei der Baumpflanzung.
Angesichts der Herausforderungen, welche die Ergebnisse des Strategieentwicklungsprozesses „Unser Landsberg 2035“ mit sich bringen werden, hatte Christian Hettmer noch eine Botschaft: „Nicht alle Projekte werden die Stadt Geld kosten. Manchmal sind es die kleinen Dinge, welche die Leute glücklich machen. Und in Gemeinschaft und mit ehrenamtlichem Engagement lassen sich Berge versetzen!“, betonte der Haushaltsreferent der Stadt.