Wilde Müllentsorgung auf öffentlichen Grünflächen

Wilde Müllentsorgung auf öffentlichen Grünflächen

Achtlos weggeworfene Taschentücher, zurückgelassene Alu-Grillschalen bis hin zu verseuchtem Bauschutt. Zunehmend ist eine gewisse Rückschrittlichkeit im Umweltbewusstsein zu beobachten. So meldet das Städtische Forstamt, dass vermehrt Garten- und Hausabfälle im Wald, an Waldrändern und innerhalb städtischer Grünflächen illegal entsorgt werden. Statt in der Tonne oder auf dem Wertstoffhof landet viel Abfall in der freien Natur. Bis hin zu hochgiftigen Asbest-Platten die im Wald abgeladen werden oder Tüten mit Hundekot die ebenso Sondermüll darstellen. Es stinkt und ist kein schöner Anblick, was da so am Wegesrand liegt.
Besonders unschön ist dies an den stadtnahen Siedlungsbereichen wie Schanzwiese, Epfenhauser Siedlung, Wiesengrund, Staufenstraße oder an dem zum östlichen Steilhang angrenzenden Altstadtbereich zu beobachten. Es wird davon ausgegangen, dass die neue Gebühr für die Biotonne Ursache für das wilde Entsorgen auf städtischen Flächen ist. Dabei wird oft verkannt, dass selbst Bioabfälle schädlich sein können. Darunter liegende Pflanzen bekommen kaum Licht und werden möglicherweise durch das Gewicht der Abfälle im Wachstum behindert. Außerdem können Flächen und Wälder durch das unkontrollierte Ausbringen von Grünabfällen überdüngt werden. Im schlimmsten Fall lässt sich auch die Einschleppung und Verbreitung von Gartenkulturpflanzen oder -unkräutern in die heimischen Wälder feststellen.
Gartenabfälle aller Art wie Rasen-, Hecken,- oder Baumschnitt oder auch Einstreu von Haustieren sind nach dem Gesetz „Abfall im Sinne des Abfallbeseitigungsgesetz“. Eine rechtskonforme Entsorgung ist nur an geeigneten Annahmestellen zulässig. Eine wilde Entsorgung ist kein Kavaliersdelikt. Das Kreislaufwirtschaftsgesetz ist an dieser Stelle eindeutig: Wer Abfälle vorsätzlich oder fahrlässig illegal behandelt oder entsorgt, begeht eine Ordnungswidrigkeit und kann mit empfindlicher Geldbuße belangt werden.
Das Städtische Forstamt fordert aus diesem Grunde dringend dazu auf, Abfälle, und seien sie im Auge des Entsorgers noch so gut „umweltverträglich“, nicht im Wald zu entsorgen.