Workshop "Am Papierbach Baufeld 1" - Synergien schaffen

Unter Leitung von Oberbürgermeisterin Doris Baumgartl traf sich am Samstag, 19. September 2020, der Stadtrat zu einem Workshop, bei dem es um den sogenannten Kulturbau „Am Papierbach“ ging. In den vergangenen Wochen war es in der Öffentlichkeit vermehrt zu Diskussionen gekommen. Dabei ging es vor allem darum, in welcher Form sich dieser maßgeblich prägende Bau zukünftig als lebendiges Bindeglied zwischen dem neuen Stadtteil und der gewachsenen historischen Altstadt präsentieren kann und wie er betrieben werden soll.
Die intensiven und konstruktiven Diskussionen des Stadtrates zur weiteren Entwicklung des Baufeldes B1 wurden fachlich von Prof. Matthias Loebermann, Mitglied des Gestaltungsbeirates der Stadt Landsberg, begleitet. Dabei flossen die von den Kulturschaffenden erarbeitenden Konzepte ebenso ein wie die seinerzeit von FranKonzept festgestellten und begutachteten Voraussetzungen im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens.
Investor Michael Ehret von dem durchführenden Unternehmen ehret+klein erläuterte zudem den aktuellen Stand der Weiterentwicklung des Wettbewerbsentwurfes der Architekten Auer Weber. Der von ihm durchgeführte Wechsel vom ersten zum zweiten Wettbewerbspreisträger hatte eine umfassende Umplanung zur Folge gehabt. Sie betraf die Nutzungsänderung von ursprünglich geplanten Wohnungen und Ateliers zu einem Hotelbetrieb und eine damit einhergehende modifizierte Kulturnutzung.
Mit dem aktuellen Planansatz könnte sowohl die geänderte Höhe des Veranstaltungssaals gewährleistet als auch die vom Stadtrat geforderte deutliche Reduzierung der Gebäudehöhe ermöglicht werden. Diese war für den Stadtrat mit 21 Metern aus dem eingereichten Bauantrag nicht akzeptabel.
Die neuen Planungen stehen erst am Anfang. „Im Stadtrat besteht Einigkeit darüber“, erklärte Oberbürgermeisterin Doris Baumgartl zu den gefundenen Lösungen, „dass wir für alle Beteiligten neue Synergien schaffen können. Die Verbindung von Hotel und Kultur mit einem vielseitig nutzbaren Veranstaltungssaal kann wie eine Wellenbewegung sein, die positiv zurückschlägt und von der alle profitieren“. Baumgartl sieht unter anderem darin eine Chance das schon bestehende städtische Kulturangebot zu ergänzen, zu erweitern und auch touristisch für eine noch größere Vielfalt zu sorgen.
Mit dem Investor, dem beauftragten Architekturbüro Auer Weber, der Stadtverwaltung sowie dem Gestaltungsbeirat wird aufbauend auf die Grundstruktur der Entwurf überarbeitet.
Das sogenannte „Kulturhotel“ mit einem kräftig ausgebildeten Sockelgeschoß für den Kultursaal, einem offenen Obergeschoß mit großzügiger öffentlicher Treppe und Stadtbalkon sowie einer metallisch geprägten Gebäudehülle mit den darüberliegenden Hotelgeschoßen soll qualitätsvoll weiterentwickelt und die Planung dann dem Stadtrat zur Entscheidung vorgelegt werden.