Haushalt

Der Strategieprozess "Unser Landsberg 2035" wird 2018 abgeschlosssen. Damit ändert sich dann auch die Sichtweise bei der Erstellung des Haushaltes der Stadt Landsberg am Lech. Die rein finanzwirtschaftliche wird von einer zielorientierten und politisch abgestimmten Sichtweise abgelöst. Erstmals wird der Stadtrat aktiv mit dem Haushalt steuern, eine neue und große Herausforderung für alle Beteiligten. Die dort genannten Ziele und Projekte müssen natürlich weiterhin finanzier- und umsetzbar sein. Die dafür erforderlichen Budgets müssen intensiv diskutiert und gegebenenfalls auch angepasst werden. Finanzielle Spielräume für Experimente gibt es nämlich nicht.

Die Sicherung der dauernden Leistungsfähigkeit bleibt oberste Maxime. Die Mittel sollen aber genau dort ausgegeben werden, wo sie den größten Nutzen für die Bürgerinnen und Bürger Landsbergs bringen. Zielgerichtete Investitionen und keine Ausschüttung mit der Gieskanne wird es zukünftig geben. Um dies zu erreichen, werden die Zielerreichung und die Einhaltung der Budgets streng überwacht und in regelmäßigen Abständen mit dem Stadtrat öffentlich besprochen. Abweichungen werden diskutiert und gegebenenfalls korrigiert.

Der Haushalt insgesamt bleibt mit einem Volumen von 84,4 Mio. € bei den Erträgen und Aufwendungen von 83,5 Mio. € fast auf Vorjahresniveau. Tatsächlich werden die Erträge aus 2017 wohl nicht mehr erreicht werden und die Aufwendungen steigen insgesamt sogar leicht an.

Der Stadtrats hat sich viele Themen auf die Agenda gesetzt, die in den nächsten Jahren zur Umsetzung anstehen: die Schaffung neuer Mobilitätskonzepte, die Weiterentwicklung des Schlossbergs und des Stadtmuseums und der Ausbau der Kinderbetreuung, der Grundschulen und des Jugendzentrums. Wegen des hohen Wohnungsdrucks sollen neue Wohnbaugebiete mit all ihrer benötigten Infrastruktur entstehen. Auch die Stadtwerke werden mit einem hohen Investitionsprogramm die Finanzen der Stadt belasten. So sind Investitionen in das Inselbad, der Sanierung der Parkgarage Schlossberg und eine mögliche neue Quartiersgarage an der Lechstraße geplant. Ohne die Unterstützung der Stadt werden diese Investitionen wohl nicht zu stemmen sein.

Gleichzeitig sind auch die hohen geplanten Investitionswünsche des Landkreises zu berücksichtigen, wie der Bau des neuen Landratsamtes und dem Schulentwicklungsplan. Die Stadt Landsberg am Lech bleibt dennoch auf Kurs bei Investitionen für Bildung, für ein attraktives Kultur- und Freizeitangebot, bei der Entwicklung unserer Verkehrsinfrastruktur, bei der Schaffung von Wohnraum und der Stärkung des sozialen Zusammenhalts.