Altstadt mit Lech aus der Luft

Corona - Informationen für Unternehmen

Die weltweite dynamische Ausbreitung des Coronavirus hat gravierende Folgen für die deutsche Wirtschaft. Geschlossene Läden, Produktionsausfälle sowie Umsatz- und Gewinneinbrüche stellen auch die Landsberger Unternehmen vor völlig neue Herausforderungen. Auf dieser Seite erhalten Sie eine kompakte Übersicht über die zur Verfügung stehenden Fördermaßnahmen und Unterstützungsangebote von staatlicher Seite.

 

Erste Anlaufstation: Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie

Das bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie hat eine Reihe an Links zu Seiten zur Verfügung gestellt, auf denen Selbstständige und Unternehmen schnelle Informationen zu Förderungen und Unterstützungsangeboten bekommen.

Die Hotline des Bayerischen Wirtschaftsministeriums erreichen Sie unter 089 - 2162 2101 oder per E-Mail: coronavirus-info[at]stmwi.bayern[dot]de

Die Hotline ist erreichbar von Montag bis Donnerstag: 07:30–17:00 Uhr, Fr.: 07:30–16:00 Uhr

Unterstützung für betroffene Unternehmen

Die Bayerische Staatsregierung legt ein Soforthilfeprogramm auf, das sich an kleine und mittelständische Betriebe richtet, die von der Coronakrise besonders geschädigt wurden.

Die Bayerische Staatsregierung hat ein Soforthilfeprogramm eingerichtet, das sich an Betriebe richtet, die von der Corona-Krise besonders geschädigt wurden. Anträge können von gewerblichen Unternehmen und selbstständigen der Freien Berufe gestellt werden, die eine Betriebs- oder Arbeitsstätte in Bayern haben.

Finanzielle Unterstützungsangebote in Form von Darlehensprodukten der LfA-Förderbank Bayern sowie der KfW und den Bürgschaftsprogrammen der Bürgschaftsbank Bayern GmbH (BBB).

Primäres Ziel ist die Bereitstellung zusätzlicher Liquidität, die es Unternehmen ermöglicht, schwierige Zeiten zu überbrücken und sich zu stabilisieren.

Erster Ansprechpartner für diese finanziellen Unterstützungsangebote ist grundsätzlich die Hausbank!

Wird in Folge des Coronavirus eine vorübergehende Reduzierung der üblichen Arbeitszeiten notwendig, können betroffene Betriebe bei ihrer zuständigen Agentur für Arbeit Kurzarbeitergeld beantragen.

Alle Informationen zum Kurzarbeitergeld, ihre zuständige Arbeitsagentur sowie eine Online-Anzeige- bzw. eine Antragsfunktion finden Sie auf der Seite der Bundesagentur für Arbeit:

Um die Liquidität bei Unternehmen zu verbessern, können Steuerzahlungen gestundet sowie Vorauszahlungen der Gewerbesteuer auf null gesetzt werden.

Auf die üblichen Stundungszinsen in Höhe von 0,5 Prozent pro Monat wird bis zum 31. Dezember 2020 verzichtet, solange der Schuldner einer fälligen Steuerzahlung unmittelbar von den Auswirkungen des Coronavirus betroffen ist.

Mit Beschluss vom 18. März 2020 stellt die Stadt Landsberg am Lech für finanzielle Belastungen, die im Zusammenhang mir dem Corona-Virus stehen Hilfen zur Verfügung:

Der Stadtrat beschließt, sich auf kommunaler Ebene dem Vorschlag des Bayerischen Wirtschaftsministeriums zur Gewährung von Liquiditätshilfen anzuschließen. Danach gilt folgendes:

a)  Die Gewährung von Stundungen an Betroffene der Corona-Epidemie wird erleichtert. Der Oberbürgermeister kann auf Antrag Steuern stunden, wenn die Einziehung eine erhebliche Härte darstellen würde. Es werden dabei keine strengen Anforderungen gestellt. Damit wird die Liquidität der Steuerpflichtigen unterstützt, indem der Zeitpunkt der Steuerzahlung hinausgeschoben wird.

b) Vorauszahlungen können leichter angepasst werden. Sobald klar ist, dass die Einkünfte der Steuerpflichtigen im laufenden Jahr voraussichtlich geringer sein werden, werden die Steuervorauszahlungen auf Antrag unkompliziert und schnell herabgesetzt. Die Liquiditätssituation für den Antragsteller wird dadurch verbessert.

c) Vorauszahlungen der Gewerbesteuer können auf Antrag reduziert oder auf null gesetzt werden. Der Antrag ist grs. an das Finanzamt zu stellen. Eine schnelle Bearbeitung wurde vom Finanzministerium zugesichert. Ausnahmsweise kann die Vorauszahlung auf Antrag auch von der Stadt reduziert oder auf null gesetzt werden. Auf Vollstreckungsmaßnahmen (z. B. Kontopfändungen) beziehungsweise Säumniszuschläge wird bis zum 31. Dezember 2020 verzichtet, solange der Schuldner einer fälligen Steuerzahlung unmittelbar von den Auswirkungen des Corona-Virus betroffen ist.

d)  Bis zu einer etwaigen bundeseinheitlichen Regelung gilt Folgendes: Auf die üblichen Stundungszinsen in Höhe von 0,5 Prozent pro Monat kann verzichtet werden, wenn glaubhaft gemacht wird, dass für die fehlende Liquidität die Corona-Epidemie ursächlich ist.

 

Soweit Einrichtungen der Stadt geschlossen haben oder noch schließen oder ihren Betrieb einschränken, wie z.B. Kindertageseinrichtungen, Musikschule, Stadtbücherei, Mittagsbetreuung an den Grundschulen gilt folgendes:

a) Monatlich anfallende Gebühren, wie z.B. Betreuungsgebühren, Elternbeiträge, Spielgeld, Verpflegungsgebühren werden – soweit für den Monat März 2020 bereits erhoben – gutgeschrieben für den ersten Monat der Wiederinbetriebnahme.

Soweit sich die Träger der Kindertageseinrichtungen im Stadtgebiet dem anschließen, gilt das dadurch entstandene Defizit als begründetes, vom Träger nicht zu verantwortendes Defizit im Sinne der Trägervereinbarung und wird von der Stadt Landsberg am Lech übernommen.

b) Für die Zeit der Schließung wird die Erhebung der Gebühren, Entgelte ab sofort eingestellt.

c) Jährlich anfallende Gebühren werden grundsätzlich – bezogen auf die Zeit der Schließung – anteilig reduziert und ggf. rückerstattet.

d) Bei geringeren Jahresgebühren, wie z.B. der Jahresbeitrag der Stadtbibliothek (15,-€) wird der Zeitraum der Gültigkeit um den Zeitraum der Schließung verlängert. Das bedeutet: Wenn die Stadtbibliothek z.B. 2 Monate schließen würde, wird die nächste Jahresgebühr erst nach 14 Monaten abgerechnet.

 

  • Bei bestehenden Verträgen für ausgefallene bzw. abgesagte Gastspiele und andere kulturelle Veranstaltungen, bei denen die Stadt Vertragspartner ist, wird in jedem Einzelfall geprüft, ob die Veranstaltung verschoben werden kann und welche finanziellen Leistungen ggf. zu erbringen sind.
  • Auf die Erhebung von Sondernutzungsgebühren kann verzichtet werden.
  • Ausstehende Miet- oder Pachtzahlungen aus Verträgen zwischen der Stadt und mit von Corona betroffenen Bürgerinnen und Bürgern oder Betrieben der Stadt können zinslos gestundet und im Notfall ganz oder teilweise erlassen werden, wenn die Einforderung eine erhebliche Härte darstellen würde.
  • Zur Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger der Stadt, Gewerbebetrieben und Unternehmen bildet die Stadt Landsberg am Lech einen städtischen Unterstützungstopf. Dafür werden die bisher noch nicht verbrauchten Haushaltsmittel des Öko-Kontos in Höhe von 970.000,- Euro umgeschichtet. Das Öko-Konto wird dann im Zuge des Nachtrags wieder aufgefüllt.

 

Schließung von Geschäften und Betrieben – Informationen für Unternehmen

Die Staatsregierung hat die Öffnung von Einzelhandel, Gastronomie und Freizeiteinrichtungen stark eingeschränkt.

  • Ladengeschäfte des Einzelhandels jeder Art sind zunächst bis einschließlich 3. April 2020 geschlossen. Ausgenommen davon sind z. B. der Lebensmittelhandel, Getränkemärkte, Tierbedarfshandel, Brief- und Versandhandel, Apotheken, Drogerien, Sanitätshäuser, Optiker, Hörgeräteakustiker, Banken und Geldautomaten, Post, Tankstellen, Kfz-Werkstätten und Reinigungen. Sonstige Dienstleistungen, etwa Friseurbetriebe, sind nicht zulässig.
  • Für die Geschäfte, die öffnen dürfen, wurden die zulässigen Ladenöffnungszeiten verlängert. Geöffnet werden darf werktags von 6 bis 22 Uhr, sonntags von 12 bis 18 Uhr. Diese Regelung gilt zunächst bis 30. März 2020.

  • Sämtliche gastronomische Betriebe müssen zunächst bis 3. April 2020 geschlossen bleiben. Erlaubt bleiben Angebote „to go“ und die Lieferung mitnahmefähiger Speisen und Getränke.
  • Der Betrieb von Hotels und sonstigen Übernachtungsangeboten zu privaten touristischen Zwecken ist untersagt. Vom Verbot ausgenommen sind Hotels, Beherbergungsbetriebe und Unterkünfte jeglicher Art, die ausschließlich Geschäftsreisende und Gäste für nicht private touristische Zwecke aufnehmen. Diese Regelung gilt zunächst bis einschließlich 30. März 2020.

  • Alle Freizeiteinrichtungen (u. a. Sauna- und Badeanstalten, Kinos, Veranstaltungs- und Tagungsräume, Clubs, Bars, Diskotheken, Spielhallen, Theater, Vereinsräume, Bordellbetriebe, Museen, Stadtführungen, Sporthallen, Sport- und Spielplätze, Fitnessstudios, Bibliotheken, Wellnesszentren, Thermen, Tanzschulen, Tierparks, Vergnügungsstätten, Fort- und Weiterbildungsstätten, Volkshochschulen, Musikschulen, Jugendhäuser) müssen bis einschließlich 19. April 2020 geschlossen bleiben.

Grundlage der oben beschriebenen Regelungen sind die folgenden Allgemeinverfügungen und Rechtsverordnungen der Bayerischen Staatsregierung:

Weitere Informationen für Unternehmen

Die Bayerische Staatsregierung hat Umfangreiche Hilfen für die Unternehmen in Bayern angekündigt.

Bayern wird zusätzlich zu den Mitteln des Bundes ein Sondervermögen von bis zu 10 Milliarden Euro zur Hilfe im Umgang mit dem Coronavirus einrichten.

Das Coronavirus betrifft immer mehr Unternehmen: Welche Betriebsschließungen gelten, welche Sofortmaßnahmen greifen, wie sieht es mit Arbeitsschutz und Kurzarbeitergeld aus - die IHK.

Eine Zusammenstellung der wichtigsten Informationen finden Sie auf der Seite der Handwerkskammer.

Auf dieser Seite erhalten Sie alle Infos, wenn Sie sich über Kurzarbeitergeld (KUG) informieren möchten, Kurzarbeit anzeigen oder beantragen wollen.

Damit die Auswirkungen der Corona-Krise für Unternehmen und Arbeitsmarkt möglichst gering bleiben, hat die Bundesregierung umfangreiche Hilfsmaßnahmen auf den Weg gebracht.

Hotline des Bundeswirtschaftsministeriums für allgemeine wirtschaftsbezogene Fragen zum Coronavirus:
Telefon: 0 30 18615 1515
Mo– Fr 9:00 bis 17:00 Uhr

 

Das Corona-Virus kann durch Lieferengpässe oder Schutzmaßnahmen bei Betrieben kurzfristig erhebliche Arbeitsausfälle verursachen. Sollten diese Arbeitsausfälle mit einem Entgeltausfall verbunden sein, ist ein Ausgleich mit Hilfe des Kurzarbeitergeldes möglich.

Der Anspruch auf Kurzarbeitergeld muss grundsätzlich auf einem unabwendbaren Ereignis oder wirtschaftlichen Gründen beruhen. Dies trifft etwa dann zu, wenn Lieferungen ausbleiben und die Produktion eingeschränkt werden muss.