Altstadt mit Lech aus der Luft

Corona - Info

Die weltweite dynamische Ausbreitung des Coronavirus hat gravierende Folgen für die deutsche Wirtschaft. Geschlossene Läden, Produktionsausfälle sowie Umsatz- und Gewinneinbrüche stellen auch die Landsberger Unternehmen vor völlig neue Herausforderungen. Auf dieser Seite erhalten Sie eine kompakte Übersicht über die zur Verfügung stehenden Fördermaßnahmen und Unterstützungsangebote von staatlicher Seite.

 

Erste Anlaufstation: Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie

Das bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie hat eine Reihe an Links zu Seiten zur Verfügung gestellt, auf denen Selbstständige und Unternehmen schnelle Informationen zu Förderungen und Unterstützungsangeboten bekommen.

Die Hotline des Bayerischen Wirtschaftsministeriums erreichen Sie unter 089 - 122 220 täglich von 8 bis 18 Uhr.

Unterstützung für betroffene Unternehmen

Bund und Länder unterstützen mit einer Reihe von Fördermöglichkeiten Unternehmen und Soloselbständige in der Krise.

Nachfolgend finden Sie eine Liste der wichtigsten Fördermöglichkeiten (nicht abschließend).

Die Bundesregierung hat am 8. Juli 2020 das Bundesprogramm „Überbrückungshilfe für kleine und mittelständische Unternehmen, die ihren Geschäftsbetrieb im Zuge der Corona-Krise ganz oder zu wesentlichen Teilen einstellen müssen“ gestartet.

Antragsberechtigt sind Unternehmen und Organisationen aus allen Wirtschaftsbereichen, einschließlich Soloselbstständige und selbständige Angehörige der Freien Berufe im Haupterwerb.

Die Unternehmen müssen ihre Tätigkeit von einer inländischen Betriebsstätte oder einem inländischen Sitz der Geschäftsführung ausführen, bei einem deutschen Finanzamt angemeldet sein und in Bayern ertragssteuerlich geführt werden.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Am 28. Oktober 2020 haben Bund und Länder die temporäre Schließung (Lockdown) einzelner Branchen beschlossen, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen.

Für die von den temporären Schließungen erfassten Unternehmen, Betriebe, Selbständige, Vereine und Einrichtungen gewährt der Bund eine außerordentliche Wirtschaftshilfe, um sie für finanzielle Ausfälle zu entschädigen.

Antragsberechtigt sind direkt von den temporären Schließungen betroffene sowie in vergleichbarer Weise indirekt betroffene Unternehmen, Betriebe, Selbständige, Vereine und weitere Einrichtungen.

Die Höhe der Novemberhilfe beträgt 75 Prozent des Vergleichsumsatzes im Vorjahresmonat (November 2019) und wird anteilig für jeden Tag im November berechnet, an dem ein Unternehmen tatsächlich vom Lockdown betroffen war. Soloselbstständige können als Vergleichsumsatz alternativ den durchschnittlichen Monatsumsatz im Jahre 2019 zugrunde legen.

Anträge können seit dem 25. November 2020 über die bundeseinheitliche Antragsplattform der Überbrückungshilfe gestellt werde. Die elektronische Antragsstellung muss hierbei durch einen Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, vereidigten Buchprüfer oder Rechtsanwalt erfolgen.

Soloselbstständige können bis zu einem Höchstfördersatz von 5.000,- € unter besonderen Identifizierungspflichten die Förderung selbst beantragen, sofern noch keine vorhergehende Überbrückungshilfe beantragt wurde.

Die Antragsfrist endet am 31. Januar 2021.

Weitere Informationen finden Sie hier.

 

Während die „Corona-Soforthilfe“ die wirtschaftliche Existenz des Unternehmens sichern soll, können Einkommensausfälle bei Kleinunternehmern und Soloselbstständigen auch zu einer Gefährdung der privaten wirtschaftlichen Existenz führen.


Für diese wurde der Zugang zu Leistungen nach dem SGB II (Grundsicherung) vereinfacht. Wenn das Unternehmen unabhängig von den Einflüssen der Corona-Krise als tragfähig anzusehen ist, muss der Unternehmer nicht für Vermittlungsvorschläge in den Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen. Damit können Lebensunterhalt und Unterkunft in der Krise trotz Verdienstausfalls gesichert werden.


Weitere Informationen zur Corona-Grundsicherung  finden Sie hier über die Agentur für Arbeit.

 

Finanzielle Unterstützungsangebote in Form von Darlehensprodukten der LfA-Förderbank Bayern sowie der KfW und den Bürgschaftsprogrammen der Bürgschaftsbank Bayern GmbH (BBB).

Primäres Ziel ist die Bereitstellung zusätzlicher Liquidität, die es Unternehmen ermöglicht, schwierige Zeiten zu überbrücken und sich zu stabilisieren.

Erster Ansprechpartner für diese finanziellen Unterstützungsangebote ist grundsätzlich die Hausbank!

Wird in Folge des Coronavirus eine vorübergehende Reduzierung der üblichen Arbeitszeiten notwendig, können betroffene Betriebe bei ihrer zuständigen Agentur für Arbeit Kurzarbeitergeld beantragen.

Alle Informationen zum Kurzarbeitergeld, ihre zuständige Arbeitsagentur sowie eine Online-Anzeige- bzw. eine Antragsfunktion finden Sie auf der Seite der Bundesagentur für Arbeit:

Um die Liquidität bei Unternehmen zu verbessern, können Steuerzahlungen gestundet sowie Vorauszahlungen herabgesetzt werden.

Alle Informationen und Antragsformulare hierzu hat das Bayerische Landesamt für Steuern zusammengestellt. Ansprechpartner ist Ihr zuständiges Finanzamt.

Weitere Informationen zu den bestehenden Möglichkeiten bietet auch das Bundesministerium der Finanzen.

Mit Beschluss vom 18. März 2020 stellt die Stadt Landsberg am Lech für finanzielle Belastungen, die im Zusammenhang mir dem Corona-Virus stehen Hilfen zur Verfügung:

Der Stadtrat beschließt, sich auf kommunaler Ebene dem Vorschlag des Bayerischen Wirtschaftsministeriums zur Gewährung von Liquiditätshilfen anzuschließen. Danach gilt folgendes:

a)  Die Gewährung von Stundungen an Betroffene der Corona-Epidemie wird erleichtert. Der Oberbürgermeister kann auf Antrag Steuern stunden, wenn die Einziehung eine erhebliche Härte darstellen würde. Es werden dabei keine strengen Anforderungen gestellt. Damit wird die Liquidität der Steuerpflichtigen unterstützt, indem der Zeitpunkt der Steuerzahlung hinausgeschoben wird.

b) Vorauszahlungen können leichter angepasst werden. Sobald klar ist, dass die Einkünfte der Steuerpflichtigen im laufenden Jahr voraussichtlich geringer sein werden, werden die Steuervorauszahlungen auf Antrag unkompliziert und schnell herabgesetzt. Die Liquiditätssituation für den Antragsteller wird dadurch verbessert.

c) Vorauszahlungen der Gewerbesteuer können auf Antrag reduziert oder auf null gesetzt werden. Der Antrag ist grs. an das Finanzamt zu stellen. Eine schnelle Bearbeitung wurde vom Finanzministerium zugesichert. Ausnahmsweise kann die Vorauszahlung auf Antrag auch von der Stadt reduziert oder auf null gesetzt werden. Auf Vollstreckungsmaßnahmen (z. B. Kontopfändungen) beziehungsweise Säumniszuschläge wird bis zum 31. Dezember 2020 verzichtet, solange der Schuldner einer fälligen Steuerzahlung unmittelbar von den Auswirkungen des Corona-Virus betroffen ist.

d)  Bis zu einer etwaigen bundeseinheitlichen Regelung gilt Folgendes: Auf die üblichen Stundungszinsen in Höhe von 0,5 Prozent pro Monat kann verzichtet werden, wenn glaubhaft gemacht wird, dass für die fehlende Liquidität die Corona-Epidemie ursächlich ist.

 

Soweit Einrichtungen der Stadt geschlossen haben oder noch schließen oder ihren Betrieb einschränken, wie z.B. Kindertageseinrichtungen, Musikschule, Stadtbücherei, Mittagsbetreuung an den Grundschulen gilt folgendes:

a) Monatlich anfallende Gebühren, wie z.B. Betreuungsgebühren, Elternbeiträge, Spielgeld, Verpflegungsgebühren werden – soweit für den Monat März 2020 bereits erhoben – gutgeschrieben für den ersten Monat der Wiederinbetriebnahme.

Soweit sich die Träger der Kindertageseinrichtungen im Stadtgebiet dem anschließen, gilt das dadurch entstandene Defizit als begründetes, vom Träger nicht zu verantwortendes Defizit im Sinne der Trägervereinbarung und wird von der Stadt Landsberg am Lech übernommen.

b) Für die Zeit der Schließung wird die Erhebung der Gebühren, Entgelte ab sofort eingestellt.

c) Jährlich anfallende Gebühren werden grundsätzlich – bezogen auf die Zeit der Schließung – anteilig reduziert und ggf. rückerstattet.

d) Bei geringeren Jahresgebühren, wie z.B. der Jahresbeitrag der Stadtbibliothek (15,-€) wird der Zeitraum der Gültigkeit um den Zeitraum der Schließung verlängert. Das bedeutet: Wenn die Stadtbibliothek z.B. 2 Monate schließen würde, wird die nächste Jahresgebühr erst nach 14 Monaten abgerechnet.

 

  • Bei bestehenden Verträgen für ausgefallene bzw. abgesagte Gastspiele und andere kulturelle Veranstaltungen, bei denen die Stadt Vertragspartner ist, wird in jedem Einzelfall geprüft, ob die Veranstaltung verschoben werden kann und welche finanziellen Leistungen ggf. zu erbringen sind.
  • Auf die Erhebung von Sondernutzungsgebühren kann verzichtet werden.
  • Ausstehende Miet- oder Pachtzahlungen aus Verträgen zwischen der Stadt und mit von Corona betroffenen Bürgerinnen und Bürgern oder Betrieben der Stadt können zinslos gestundet und im Notfall ganz oder teilweise erlassen werden, wenn die Einforderung eine erhebliche Härte darstellen würde.
  • Zur Unterstützung von Hilfsorganisationen und sozialen Trägern im Rahmen kommunaler Aufgaben bildet die Stadt einen städtischen Unterstützungstopf. Dafür werden die bisher noch nicht verbrauchten Haushaltsmittel des Öko-Kontos in Höhe von 970.000,- EUR umgeschichtet. Das Öko-Konto wird dann im Zuge des Nachtrags wieder aufgefüllt.

 

Grundlage der oben beschriebenen Regelungen ist die Rechtsverordnung vom 29. Mai 2020.

Weitere Informationen für Unternehmen

Wichtiger Hinweis: Der Ministerrat hat am 29. Oktober 2020 erhebliche neue Beschränkungen beschlossen, die insbesondere auch das Gastgewerbe, die Veranstaltungsbranche sowie Dienstleistungs- und Freizeiteinrichtungen betreffen und ab 2. November 2020 greifen sollen. Weitere Informationen dazu finden Sie hier

Die Bayerische Staatsregierung hat umfangreiche Hilfen für die Unternehmen in Bayern angekündigt.

 

Das Coronavirus betrifft immer mehr Unternehmen: Welche Betriebsschließungen gelten, welche Sofortmaßnahmen greifen, wie sieht es mit Arbeitsschutz und Kurzarbeitergeld aus - die IHK.

Eine Zusammenstellung der wichtigsten Informationen finden Sie auf der Seite der Handwerkskammer.

Auf dieser Seite erhalten Sie alle Infos, wenn Sie sich über Kurzarbeitergeld (KUG) informieren möchten, Kurzarbeit anzeigen oder beantragen wollen.

Damit die Auswirkungen der Corona-Krise für Unternehmen und Arbeitsmarkt möglichst gering bleiben, hat die Bundesregierung umfangreiche Hilfsmaßnahmen auf den Weg gebracht.

Hotline des Bundeswirtschaftsministeriums für allgemeine wirtschaftsbezogene Fragen zum Coronavirus:
Telefon: 0 30 18615 1515
Mo– Fr 9:00 bis 17:00 Uhr

 

Das Corona-Virus kann durch Lieferengpässe oder Schutzmaßnahmen bei Betrieben kurzfristig erhebliche Arbeitsausfälle verursachen. Sollten diese Arbeitsausfälle mit einem Entgeltausfall verbunden sein, ist ein Ausgleich mit Hilfe des Kurzarbeitergeldes möglich.

Der Anspruch auf Kurzarbeitergeld muss grundsätzlich auf einem unabwendbaren Ereignis oder wirtschaftlichen Gründen beruhen. Dies trifft etwa dann zu, wenn Lieferungen ausbleiben und die Produktion eingeschränkt werden muss.