Heilig-Kreuz-Kirche
Weithin sichtbar grüßt die Heilig-Kreuz-Kirche mit ihren zwei Rokoko-Haubentürmen von einer Anhöhe über der Altstadt. Die Kirche des ehemaligen Jesuitenkollegs entstand von 1752 bis 1754 unter der Leitung des Jesuitenbaumeisters Joseph Ignaz Merani. Sie erreichen sie über einen kurzen, steilen Aufstieg. Doch die Mühe lohnt sich – ein eindrucksvolles Gesamtkunstwerk des Rokoko erwartet Sie.


Geschichtlicher Hintergrund
Gründer des Kollegs und der Kirche war 1576 Graf Schweikhard von Helfenstein. Auf sein Betreiben ließ sich der Jesuitenorden in Landsberg nieder. Die Kirche gehörte zu den ersten Jesuitenkirchen und spielte eine zentrale Rolle in den Zeiten der Gegenreformation. Bildung, Seelsorge und der Bau prägender Sakralbauten sollten den katholischen Glauben festigen.
Bis zu seiner Aufhebung im Jahre 1773 war der Jesuitenorden ein zentraler Bestandteil des städtischen Lebens. Nach seiner Auflösung kam Kirche und Kloster in den Besitz der Malteser. Die Kirche ist seither auch unter dem Namen Malteserkirche bekannt.
Architektur und Ausstattung
Der einschiffige Bau mit Seitenkapellen überrascht mit einer Fülle von Kunstschätzen.
Der einschiffige Bau öffnet sich zu Seitenkapellen. Die Deckenfresken malte Christoph Thomas Scheffler, ein Meister des Rokoko. Die Symbolik des heiligen Kreuzes ist dabei das zentrale Thema.
Das Hochaltarbild von Johann Baptist Baader zeigt die Kreuzigung Christi. Zahlreiche Ordensheilige blicken von den Seitenaltären auf Sie herab.
Ein Renaissance-Grabmal aus dem Vorgängerbau erinnert an den Stifter Graf Helfenstein. Es überstand den Neubau und zeugt von der langen Geschichte des Bauwerks.
Geheimtipp
Konzentrieren Sie sich auf das große Deckenfresko. Was stellen Sie fest, wenn Sie langsam auf- und abgehen? Nicht nur die Augen der Mona Lisa folgen ihrem Betrachter auf Schritt und Tritt!
