Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt


Die katholische Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt ist die Hauptkirche der Stadt und beeindruckt mit ihrer stattlichen Größe. In der dreischiffigen Pfeilerbasilika mit dem 70,6 Meter hohen Turm erwartet Sie eine spannende Zeitreise durch verschiedene Epochen.
Die Grundmauern reichen bis ins 13. Jahrhundert zurück. Den heutigen Bau errichtete man zwischen 1458 und 1488 als spätgotische Basilika. Namhafte Baumeister wie Matthäus Ensinger, der auch den Bau der Münster in Straßburg, Ulm und Bern begleitete, hinterließen ihre Spuren. Um 1700 erhielt die Kirche ihre barocke Ausstattung. Gotik und Barock verschmelzen zu einer harmonischen Einheit.
Besondere Schätze:
Der Turm birgt einen der ältesten Glockenstühle Bayerns aus dem Jahr 1417. Die barocke Zwiebelhaube erhielt er 1699.
Die spätgotischen Glasmalereien im Chor zählen zu den bedeutendsten ihrer Art in Bayern. Sie entstanden zwischen dem 15. Jahrhundert und 1513. Besonders das Christophorusfenster gilt als einzigartig in der süddeutschen Glasmalerei.
Der prunkvolle Hochaltar im Hochbarockstil entstand 1680. Jörg Pfeiffer schuf dieses Meisterwerk mit vier gedrehten Säulen, reichem Akanthuslaub und Fruchtgehängen. Das Altarblatt zeigt die Verehrung der Mutter Gottes durch die vier Erdteile und den bayerischen Herzog. Die überlebensgroßen Assistenzfiguren schuf der bedeutende einheimische Bildhauer Lorenz Luidl.
Den Wessobrunner Stuck an den Gewölben fertigte Matthias Stiller. Spiralige Akanthusranken und Fruchtgehänge ranken sich über Ihre Köpfe. Die Deckenbilder zeigen Mariä Himmelfahrt und Szenen aus ihrem Leben.
