Sehenswürdigkeiten

Der Friedhof jenseits der Sandauer Brücke wurde im frühen 16. Jhd. angelegt, weil die alten Friedhöfe bei der Stadtpfarrkirche und der Johanniskirche innerhalb der Stadtmauern nicht mehr ausreichten.

1972 beschloss der Stadtrat auf Antrag der Stadträte Anton Lichtenstern, Referent für Denkmalpflege, und Franz Xaver Truger, Friedhofsreferent, dass geschichtlich bedeutende Grabsteine erhalten bleiben sollten. Anlass dafür war der vorgesehene Abbau des abgelaufenen Grabmals von Gwenddydd Herkomer-Rupfle, der Tochter Hubert von Herkomers. Eine Liste von Grabdenkmälern wurde zusammengestellt, die aber erst 1974 , als weitere wichtige Grabsteine entfernt worden waren, in Kraft trat. 1983 wurden aus Gründen des Wasserschutzes Bestattungen im alten Teil des Friedhofes untersagt. Dieser alte Teil wurde mit der Kirche, dem Leichenhaus, dem Mesnerhaus und der Mauer unter Denkmalschutz gestellt. Ab 2000 wurde der gesamte Friedhof nicht mehr belegt.

Quelle: Der Dreifaltigkeitsfriedhof in Landsberg am Lech, Anton Lichtenstern, 1. Auflage 2008

Im 16. Jahrhundert soll bei Grabungsarbeiten für einen Keller hier eine Marienstatue gefunden worden sein. Diese wurde bald von vielen Betern und Wallfahrern verehrt, da sich das Marienbild als wundertätig erwies und man erbaute ihr zu Ehren eine kleine Kapelle. Ein in der Nähe befindlicher ehemaliger Brunnen gab ihr den Namen.

Das bestehende  malerische Kirchlein am Nord-Ost-Abhang des Schlossberges wurde 1756 wohl von dem Landsberger Maurer- und Stuckatorenmeister Nikolaus Schütz neu erbaut. In dem kleinen Kapellenraum ist hinter dem Chorgitter in einem Rokokoaltar das bekleidete Gnadenbild aufgestellt.  1828 malte der Maler Pankraz Kober das Deckengemälde der Himmelfahrt Mariens. 1993 wurde das Kircherl mit Hilfe der Anwohner restauriert.

Viele der Votivgaben, die von der Heilung mancher Landsberger von den verschiedensten Krankheiten künden, sind heute im Neuen Stadtmuseum ausgestellt.

Eine evangelische Gemeinde in Landsberg besteht erst seit Mitte des 19. Jhs. Am 6. Dezember 1913 wurde der Grundstein für die Kirche auf einem Grundstück am damals noch weitgehend unbebauten westlichen Lechufer gelegt. Die Kirche erbaute der Münchner Architekt Johannes Schmidt 1913/14.

Der reich gegliederte Außenbau mit Turm und Treppenerker setzt mit seiner gelben Farbigkeit am Beginn der Von- Kühlmann-Straße einen städtebaulichen Akzent.

Innen wird der Saalraum  durch die Holzemporen und  dem sargdeckelartig abgeschrägten Deckengewölbe beherrscht, das durch Holzbahnen in Felder gegliedert ist.  Ursprünglich hatte die Kirche, vor allem im Altarraum und auf der Orgelseite eine dekorative Ausmalung.  Nach dem zweiten Weltkrieg ersetzte man die Dekorationsmalerei  des Chors 1951-1952 durch eine Darstellung der vier Evangelisten und eines Posaunengels  des Malers Erich Horndasch.  Zusätzlich bemalte Horndasch die bis dahin freien Putzfelder des Gewölbes mit alttestamentlichen  Darstellungen, die zum Teil stark stilisiert sind. 

1990 gestaltete man den Platz vor der Kirche neu und stellte einen Brunnen auf.

Weithin sichtbar grüßt die Heilig-Kreuz-Kirche mit zwei Rokoko-Haubentürmen. 1752-1754 von dem Jesuiten Ignatius Merani erbaut, gehörte sie zum damaligen Kolleg der dort ansässigen Jesuiten. Die Renaissance-Vorgängerkirche wurde wegen Baufälligkeit abgebrochen. Einige Altarbilder aus dieser Kirche sind gegenüber im Neuen Stadtmuseum zu besichtigen.

Durch die Tuffsteinquader wirkt die Fassade alt und ehrwürdig.Das Innere stellt sich als weite, reich dekorierte Wandpfeilerkirche ohne Emporen dar. Das Deckengewölbe hat Christoph Thomas Scheffler überreich mit Fresken ausgestattet. Diese gehören zu den Fresken mit der größten Spannweite in ganz Bayern. Der Hauptaltar ist als theatrum sacrum erstellt, d.h. durch Versenken des Altarblattes wird die Bühne freigegeben. Je nach Kirchenjahresablauf kann dieser Bereich verändert werden, wie z.B. am Karfreitag in eine Grablegung. Blattvergoldet und mit Plastiken aus der Weilheimer Bildhauerwerkstatt von Franz-Xaver-Schmädl präsentiert sich der Altar als Prunkstück der Kirche.

Über dem Hauptaltar beginnt die Freskierung von Christoph Thomas Scheffler. In der Mitte der Kuppel schwebt das heilige Kreuz, umgeben von einem Glorienschein aus Engelsköpfen. Zu sehen sind Kaiser Konstantin und Marxentius in der Schlacht auf der Milvischen Brücke zu Rom. Eine Besonderheit weißt das Deckenkreuz auf: Ober man sich links oder rechts, davor oder dahinter befindet, es zeigt immer senkrecht auf den Betrachtenden. Das nächste Fresko zeigt die Kreuzesauffindung durch Kaiserin Helena. Hier auch ein Selbstbildnis des Künstlers Christoph Thomas Schäffler als Schwerkranker, der noch vor Vollendung verstarb.

Eine Simnacher Orgel ziert die Empore, deren äußere Pfeifen sich bei näherem Hinsehen als Holzattrappe erweisen. Die Seitenaltäre sind Maria, dem Hl. Josef, den vier Jesuiten-Heiligen Stanislaus, Franz-Xavier, Aloisius und dem Ordensbegründer Ignatius von Loyola gewidmet.

Die große, an der westlichen Hangkante des sog. Sandauer Berges im Nordosten der Stadt aufgestellte Kreuzigungsgruppe stammt von 1857. Auf gemauerten Sandsteinsockeln sind die gußeisernen in nazarenischem Stil gestalteten Figuren Mariae und Johannis zu seiten des Gekreuzigten aufgestellt. Im April 1945 wurde der Kruzifixus durch Beschuß beschädigt; Teile mussten von der Firma MAN, Augsburg, 1947 neu gegossen werden. 1992 wurde die Gruppe renoviert und von Hans Pfister, Egling, neu gefasst. Das Hohe Kreuz ist ein schöner Aussichtspunkt über die nördliche Altstadt und die Westteile der Stadt.  Es wurde neuerlich 2009 auf Veranlassung des Verschönerungsvereins restauriert.

Die einstige Friedhofskirche stammt aus dem mittleren 18. Jahrhundert. Sie fügt sich in die Häuserzeile im Vorderen Anger und hebt sich lediglich durch ihr Zeltdach und die pilastergegliederte Fassade heraus. Der erste Bau wurde 1505 gestiftet; zwischen 1742 und 1752 ersetzte man ihn durch einen Neubau nach Plänen von Dominikus Zimmermann. Über dem Grundriß eines einfachen Rechtecks entwickelte der Baumeister hier einen der Wieskirche ähnlichen, tektonisch jedoch prägnanteren Ovalraum mit säulengetragener Ovalkuppel.

In dem über einem Dreiviertelkreis ausgebildeten Altarhaus erscheint der zierliche Hochaltar in seitlich einfallendem Bühnenlicht wie in einem Guckkasten. Der Aufbau enthält in einem phantasievollen, in lichten Pastelltönen gefaßten und nur mit wenigen Architekturversatzstücken durchzogenen Rocailleaufbau die Szene der Taufe Christi vor gemaltem Landschaftshintergrun; das Jordanwasser rinnt auch - plastisch in Stuck geformt - durch das Rocaillegehäuse, das wie die vergrößerte Figuration eines aus Porzellan geschaffenen Tafelaufsatzes wirkt. Der Entwurf zählt zu den herausragenden Leistungen Zimmermanns, die Ausführung übernahm dessen Mitarbeiter und Schüler Nikolaus Schütz. Die Figuren und auch die Bildwerke der beiden Seitenaltäre schuf Johann Luidl. Die leider stark überarbeiteten Deckenmalerein in Schiff und Chor stammen vom Landsberger Carl Joseph Thalhaimer.

Während die Knaben unter der Obhut der Jesuiten eine gediegene schulische Ausbildung erhielten, fehlte eine entsprechende Ausbildungsstätte für die weibliche Jugend. Dies bewog einige Landsberger Bürger, im Jahr 1719 den Orden der Ursulinen nach Landsberg zu berufen. Die Ordensfrauen errichteten hier ihr Ursulinenkloster und die Klosterkirche Zur Hl. Dreifaltigkeit.

Zunächst konnten sie allerdings lediglich einige Bürgerhäuser in der dicht bebauten Altstadt erwerben und sich dort mit einer 1723 bis 1725 nach Plänen des Baumeisters und Stuckateurs Dominikus Zimmermann gebauten Klosterkirche einrichten. Ab 1737 wurde dann in den Höfen der aufgekauften Häuser ein Konventsgebäude errichtet; 1764/65 wurde schließlich auch an der Straße ein Klosterflügel mit einer neuen, geräumigen Kirche gebaut. Das kleine Stadtkloster entstand wahrscheinlich nach Plänen des Münchener Hofbaumeisters Johann Baptist Gunetzrhainer; der Schmuck der Fassaden mit (heute nach altem Vorbild erneuerten) Lüftlmalereien schuf der Augsburger Freskant Johann Baptist Bergmüller.

In der Südostecke des Komplexes ist die profanierte, spätmittelalterlich-spitzbogig befensterte Leonhardikapelle einbezogen. Auch den einfachen tonnengewölbten Saalraum der Klosterkirche mit emporenbegleitetem Chor und Doppelempore malte Johann Baptist Bergmüller, Sohn des Johnann Georg, reich aus. Die Bilder des Altarhauses sind einer komplizierten, selten dargestellten Ikonographie gewidmet und zeigen den weisen Ratschluss Gottes. Auf dem Gemälde des aus der ersten Kirche übernommenen Hochaltars erscheint die Hl. Dreifaltigkeit in Form dreier männlicher Gestalten (von Johann Georg Bergmüller, 1748). Das Deckenbild und die Malereien über dem Chorbogen führen das Thema der Erlösung durch den Gottessohn fort, während das Bild über dem Schiff auch das Landsberger Konvent mit in den göttlichen Heilsplan der Erlösung einbeziehen und die Klosterfrauen mit ihren Zöglingen vor der neuen Klosterkirche darstellt. Die schlanken Seitenaltäre der Kirche wurden 1765 von Tassilo Zöpf in Stuckmarmor geschaffen; sie runden das einheitliche Erscheinungsbild des seit der Erbauung nahezu unverändert erhaltenen Gotteshauses ab.

Die einsam am Lechabhang gelegene Kirche St. Benedikt in Sandau entstand im 8. Jhd. und ist eine der ältesten Kirchen in Bayern. Sie war ursprünglich die Klosterkirche eines schon im 10. Jahrhunderts wieder untergegangenen Benediktinerklosters. Das Innere zeigt heute eine einschiffige Saalkirche mit freigelegten karolingischem Mauerwerk und einem gotischen Chor. Bei Ausgrabungen wurden im Freien die Grundmauern und im Innern die Pfeiler von zwei dreischiffigen Kirchenbauten  der Karolingerzeit sichtbar gemacht. Ein Kreuz, eine Statue des Hl. Benedikt und eine bekleidete Pieta, alle aus der Barockzeit, bilden heute neben modernen Glasfenstern von F.B. Weisshaar die einzige Ausstattung der Kirche.

Die erstmals 1179 erwähnte Kirche erhielt  1458 bis 1488 den bestehenden spätgotischen Neubau nach Plänen des Ulmer Münsterbaumeisters Matthäus von Ensingen.  (Weitere Baumeister waren Valentin Kindlin und Veit Maurer). Anders als in den meisten zeitgleichen Kirchen im Herzogtum Bayern folgt die Kirche nicht dem Aufriss einer Hallenkirche, sondern einer dreischiffigen Pfeilerbaslika mit einem hohen Mittelschiff und niedrigeren Seitenschiffen. Dies stellt eine eher schwäbische Baugewohnheit dar und sollte wohl politische Unabhängigkeit demonstrieren. Baumaterial waren Ziegel.  Der Außenbau mit den Portalen zeigt noch hauptsächlich ein spätgotisches Bild.

Die mächtige, breit gelagerte gotische Kirche wurde ab 1678 barockisiert. Dabei erhielt sie eine prächtige Ausstattung wie die  Altäre, die  Kanzel, den  Orgelprospekt und eine Vielzahl an Skulpturen (meist  von Lorenz und Johann Luidl).  1699 wurde der barocke Turmaufsatz mit Zwiebelhaube errichtet. 1702 folgte noch das Stichkappengewölbe mit dem äußerst  qualitätsvollen „Wessobrunner Stuck“  von Matthias Stiller aus dichten Akanthusranken,  Blattstäben, Blüten- und Fruchtgehängen und kleinen Freskomedaillons.  Bis um 1770 erfolgten immer wieder Kapellen- und Altarumgestaltungen im Spätbarock und Rokoko.

Hauptwerke der Ausstattung

Neben einer Vielzahl von Seitenaltären, Heiligenfiguren, Gemälden und dem neugotischen Glasfensterzyklus (1882-1912, Mayr´sche Hofkunstanstalten, München) in den Seitenkapellen sind Hauptwerke  der Ausstattung: 

Hochaltar (1680) von Jörg Pfeiffer mit  Skulpturen von Lorenz Luidl und dem  Altargemälde der  Verehrung Mariens durch die vier Erdteile von Antonio Triva.

Hervorragende  spätgotische  Glasgemälde in fünf Fenstern  im  Chor (zw. 1490 und 1510), darunter ein Passionsfenster links vom Hochaltar von  Hans Holbein d. Ä. aus Augsburg und das farblich besonders feine Christophorusfenster.

Statue einer Maria mit Kind von Hans Multscher um 1430/40 (sog. Multschermadonna) in einem Stuckmarmoraltar von Dominikus Zimmermann (an der Chornordwand ).

Palmesel (1671) von Lorenz Luidl.

2007 bis 2010 wurde die Kirche aufwändig  statisch saniert und gründlich renoviert und ist seit April 2010 wieder für Besucher zugänglich.

Befestigungen gehören zu den wichtigsten historischen Bauten der Landsberger Altstadt. Bürgerstolz und Repräsentationswille drückte man damals auch in Wehrbauten aus. So sollte auch das 1425 errichtete weithin sichtbare Bayertor jeden Reisenden aus München entsprechend beeindrucken. Liebevoll restaurierte Architekturmalereien heben bis heute den Hauptturm hervor.

Herzog Ernst, seine Gemahlin Elisabeth di Visconti und sein Bruder Herzog Wilhelm finanzierten die Anlage. Die stadtauswärts gerichtete, repräsentative Seite zeigt die Stifterwappen unter einer gotischen Kreuzigungsgruppe. Von links nach rechts sieht man die Wappen von Herzog Wilhelm, Elisabeth di Visconti und Herzog Ernst.

Zwei mit Toren verschließbare Vorhöfe sind dem Hauptturm als Absicherung vorgelagert. Von den Zinnen des Turmes bietet sich ein lohnender Ausblick auf die Altstadt und das Lechtal bis hin zu den Alpen. Auf beiden Seiten des Bayertores sind die mit Schießscharten durchzogenen Stadtmauern mit halbrunden Schalentürmen gesichert. Diese Bauweise ermöglichte im Kriegsfall nach Erstürmung des 1. und 2. Tores Bogenschützen aufzustellen und den Feind von 'oben herab' zu bekämpfen. Das 3. Tor war ein weiterer Schutz vor einem schnellen Durchbruch möglicher Feinde. 

Von November bis Ende April ist eine Besichtigung im Rahmen einer Stadtführung möglich.

Das 1435 errichtete Bäckertor muss unbedingt von allen Seiten begutachtet werden! Es überrascht mit zwei unterschiedlichen Dachformen: Stadtauswärts ein Walmdach und auf der anderen Seite einen gotischen Treppengiebel, der vermutlich den angrenzenden Bürgerhäusern angelichen war. Das Tor wurde nach dem Bäcker benannt, der sich gleich nebenan befand. Außerdem war die Zunft der Bäcker auch für die Verteidigung und Instandhaltung des Tores verantwortlich. Von hier gelangt man auf den erst gegen 1530 befestigten Roßmarkt.

Der Dachlturm ist ein hoch aufragender Spähturm im Verlauf der nördlichen Stadtmauer. In der erstn Hälfte des 15. Jahrhunderts gebaut, verfügt er über verschieden geformte Bogen- und Armbrustscharten. Er wird auch Dohlenturm oder Lueginsland genannt und ist der höchste der Landsberger Wehrtürme.

Das Färbertor wurde um 1520/30 erbaut und bildete den Abschluss der Stadtmauer. Benannt nach einer der städtischen Färbereien weist das Tor noch heute auf die Bedeutung des Textilgewerbes hin. Die Stoffe wurden überwiegend mit Pflanzenfarben gefärbt und an den angrenzenden Lechkiesbänken gebleicht. Berühmt war das Landsberger blaue Barchent - ein Gemisch aus Baumwolle und Leinen. Dieses Tuch wurde sogar zum Fälschungsschutz mit dem Stadtsiegel versehen.

Der fünfgeschossige Turm liegt seit dem späten 13. Jahrhundert an der Nordwestecke der ersten Stadtummauerung. Der Name "Hexenturm" geht auf die Nutzung als Arrestturm zurück. Zwischen 1502 und 1665 sind in Landsberg neun Prozesse aktenkundig, bei denen Mädchen, Frauen und Männern der Hexerei bezichtigt wurden, ohne über deren Ausgang zu berichten.

Bis gegen Ende des 19. Jahrhunderts blieb das königliche Gefängnis weiter im Turm. Erst nachdem 1899 ein neues Amtsgerichtsgebäude mit eigenem Gefängnistrakt errichtet worden war, siedelte das staatliche Gefängnis dorthin um. Der Fronvestturm wurde dem benachbarten katholischen Pfarramt zur Nutzung überlassen.

Der hoch aufragende Halbturm erinnert an die Mädchen und Frauen, die sich im Dreißigjährigen Krieg der Sage nach aus Angst vor den Schweden hier in den Tod gestürzt haben sollen. Der Turm - erst im 19. Jahrhundert auf die heutige Höhe gebracht und als Wasserdruckturm genutzt - ist Teil der hier unterbrochenen Stadtmauer. Rechts davon befand sich einst der Burgfried, der höchste Turm der ehemaligen Landsberger Burg. Noch heute bietet sich von der Aussichtplattform des Turmes eine der schönsten Aussichten über die Stadt.

 

Direkt am Lech gelegen, lugt der Mutterturm mit seinem goldfarbenem Dach weithin sichtbar aus einer Parklandschaft. Der im Stil eines normannischen Burgfrieds erstellte Bau des Historismus wurde 1884 von Hubert von Herkomer zu Ehren seiner Mutter erbaut.

1849 in der Nähe von Landsberg geboren, übersiedelte Herkomer später mit seinen Eltern nach England. Dort erhielt er eine umfassende Ausbildung als Maler und war zur Zeit der Erbauung des Mutterturmss als international renommierter Portraitmaler auf der Höhe seines Ruhms. Der Turm wurde nach seinen eigenen Plänen errichtet und dient heute u.a. als romantische Kulisse für Trauungen.

Neben dem Turm befindet sich das Herkomer-Museum mit einer bedeutenden Sammlung von Gemälden und Grafiken des in England sehr erfolgreichen Malers und Grafikers. Auf Initiative des Visionärs und Automobilisten fand zudem 1905 die erste Tourenwagen-Ralley der Welt statt, die Herkomer-Konkurrenz.

Nach so vielen Eindrücken lockt vor Ort eines der schönsten Cafés der Stadt.  Cafe | HERKOMER MUSEUM - Landsberg am Lech

Besichtigung

Der Mutterturm ist Teil des Herkomer-Museums und kann im Rahmen eines Museumsbesuchs besichtigt werden. Von Mai bis Oktober hat das Museum von Dienstag bis Sonntag von 13.00-18.00 Uhr geöffnet. Der Eintritt für Erwachsene beträgt 5,00 Euro, für Kinder und Jugendliche 2,50 Euro.

In diesem Jahr kann man sich durch das Museum, sowie den Herkomerturm im Rahmen der neuen Stadtführung „Malerfürst und Visionär“ führen lassen und erfährt viel über die Kunst, Geschichte und Schicksal der Familie Hubert von Herkomers. Um Voranmeldung wird gebeten unter 08191/128-246, da nur eine begrenzte Teilnehmerzahl an diesen Führungen teilnehmen kann. Die Kosten für Erwachsene betragen 10,00 Euro, für Kinder und Jugendliche 5,00 Euro.

Im Stadtteil Klösterl waren im Mittelalter Beginen angesiedelt. Die religiöse Frauengemeinschaft ohne Ordensgelübde kümmerte sich um Durchreisende, Bedürftige und Kranke.

Der Nonnenturm bildet den Abschluss der südlichen Stadtbefestigung zum Lech. Einstmals hatte er eine stattliche Höhe von sieben Stockwerken, heute ist er ein schmucker Wohnturm mit 3 Stockwerken.

Den nördlichen Abschluss der Stadtmauer bildet das Sandauer Tor, das 1630 in die bereits bestehende Stadtmauer eingebaut wurde. Der Name des Tores wurde nach einem kleinen Marktfleck gewählt, der eine Viertelstunde lechabwärts liegt. Aufgrund zahlreicher Überfälle siedelten sich die Bewohner von Sandau später in diesem Teil der Stadt an.

Von der ersten Stadtbefestigung des 13./14. Jahrhunderts sind nur noch Reste erhalten, u.a. der sogenannte Schmalzturm. In seinem Schatten verkauften die Marktfrauen einst ihren Schmalz. 

1458  - als bereits ein weiterer Mauerring um die Stadt gezogen war - wurde der einstige Wehrturm mit Uhr und Glocke geschmückt und erhielt seine heutige Gestalt. Bis heute trägt er zurecht den Namen "Schöner Turm". 

Die Kanonenkugel über dem Turmdurchgang erinnert an die Besatzungszeit 1796 durch napoleonische Truppen.

Der massive runde Pulverturm an der Nordostecke der Stadtmauer wurde im 16. Jahrhundert als Pulverlager und als Kanonenturm ausgebaut. 

Seit dem 14. Jhd. befanden sich hier an einer Gefällstufe des Mühlbachs die zwei städtischen Getreidemühlen, die bis in die 60/70er Jahre des 20. Jahrhunderts noch als Mühlen in Funktion waren.

Vordermühle (Weishauptmühle) östlich am Mühlbach

  Das 1883 errichtete Gebäude zeigt an der Südseite zwei interessante gotische Datumsziegel (1478 u. 1492). Heute ist es ein Geschäftshaus mit Gastronomiebetrieb.

Hintermühle (Suiter- oder Maiermühle) westlich des Bachs

Das 1933 nach einem Brand neu errichtete Mühlengebäude wurde  2004 durch den Architekten   Wolf-Eckart Lüps in bewusst moderner Formensprache zu Wohnzwecken mit sechs Loftwohnungen  umgebaut.  Beachtenswert ist das große freigelegte Mühlrad an der Ostseite.

Vor dem Sandauer Tor, im letzten Anwesen links, war die 'untere Färb'. Im Innenhof findet man einen der schönsten Renaissance-Höfe Landsbergs mit Laubengängen. Am gleichen Anwesen, außerhalb der Stadtmauer, sind unter dem überrragenden Dach noch Aufhängevorrichtungen für die zum Trocknen bestimmten Stoffbahnen zu sehen.

Der abgetragene Turm und die gut erhaltene Stadtmauer stammen aus dem 15. Jahrhundert.

Der Name Hexenviertel tauchte erst im 19. Jahrhundert auf, als Maler dieses romantische Viertel zum Motiv ihrer Bilder wählten. Eine rothaarige Malerin (rotes Haar stand für Hexe), die kurzzeitig hier wohnte, sei für diesen Namen verantwortlich. Im Mittelalter hingen hier die Gerber auf den Balkonen die Felle und Häute zum Trocknen auf. Dieses Handwerk zählte zum stinkenden Gewerbe, deshalb die Platzierung an den Stadtrand.

Ab 1699 wurde in mehreren Bauabschnitten das Neue Rathaus errichtet. Von 1717 bis 1721 wurde das Gebäude von Dominikus Zimmermann aufgestockt und mit einer fein gegliederten, hoch aufragenden Giebelfront neu gestaltet. Die Fenster wurden je nach der Bedeutung der dahinter liegenden Räume in ihrer Größe gestaffelt. Die Stuckfassade gehört zu den wichtigsten profanen Schöpfungen des Baumeisters, der von 1716 bis 1757 als Bürger in Landsberg lebte und hier zeitweilig auch ein Bürgermeisteramt versah.

Das Rathaus beherbergte im Erdgeschoß das Brothaus und im Keller die Arrestzelle. In den oberen Geschossen waren die beiden Kammern des Stadtparlaments, die kleine Stube im ersten Stockwerk stand dem Inneren Rat zur Verfügung, die größere im zweiten Obergeschoß war dem äußeren Rat zugewiesen. 1717 wurden die Bauarbeiten für den Festsaal begonnen.

1. Stock

  • Foyer mit Stuckdecke von Michael Beer
  • Gemäldesammlung 'Berühmte Landsberger'
  • Ehemalige Ratsstube des Inneren Rates (heute Trauungszimmer) mit Archiv- und Tresorraum
  • Stuckdecke von Georg III Zöpf und Stephan Finsterwalder, 1699/1700
  • An der Nord- und Südwand befinden sich vier Gobelins aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts (aus ehem. Besitz der Heilig-Kreuz-Kirche)

2. Stock

  • Foyer mit Stuckdecke von Dominikus Zimmermann 1718/19
  • an der Ostwand zwei großformatige Gemälde von Hubert von Herkomer (1849-1914): Hubert von Herkomer und seine Frau Margaret in großer Abendrobe und „God’s Shrine“ (Altar Gottes).
  • Ehemalige Ratsstube des äußeren Rates (heute Sitzungszimmer des Stadtrates) mit Stuck von Dominikus Zimmermann
  • Kachelöfen von Hubert von Herkomer (1896/97)
  • Monumentalgemälde von Hubert von Herkomer
  • links im Monumentalgemälde: Die Kumulativsitzung (1905)
  • rechts im Monumentalgemälde: Die Magistratssitzung (1891)
  • über dem Portal "Prinzregent Luitpold von Bayern"

3. Stock

  • Festsaal mit vier Freskogemälden, die Ereignisse aus der Stadtgeschichte vergegenwärtigen
  • Südseite: (Gemälde von Ferdinand Piloty), Die Bestätigung der Hlg. Geist-Spitalgründung durch Ludwig den Brandenburger 1349, Tanz des Herzog Ernst im Landsberger Rathaus 1434
  • Nordseite: (Gemälde von Eduard Schwoiser), Kaiser Ludwig der Bayer stattet Landsberg mit Rechten und Privilegien aus, 1315, 30-jähriger Krieg, Einfall der Schweden, 1633
  • Die reich strukturierte Felderdecke stammt aus der Aula des ehemaligen Landsberger Jesuitengymnasiums (1692), heute Neues Stadtmuseum

Besichtigung

Entdecken Sie das Rathaus bei einer Besichtigung (Eintritt 3,- Euro Erwachsene und 1,50 Euro Jugendliche). Nähere Informationen in der Tourist-Information (Erdgeschoss). Dort sind auch ein ausführlicher Rathausführer und Postkarten mit Motiven aus dem Festsaal erhältlich.

Öffnungszeiten:
Mo-Fr 10.00 - 12.30 Uhr // 13.30 - 15.00 Uhr

 

 

Den Mittelpunkt der Altstadt bildet der um 1700 errichtete Marienbrunnen auf dem Hauptplatz. Eine Skulptur einer Maria Immaculata von dem Tiroler Bildhauer Streiter (1783) steht in der Brunnenmitte und aus Delphinen sprudelt frisches Wasser in das Bassin. Vier große Marmorkugeln beschließen die Brunnenanlage.

Vom 14. bis ins 19. Jahrhundert war Landsberg ein bedeutender Umschlagplatz für den Salzhandel im süddeutschen Raum. Zwischen der Westseite der Altstadt und dem rechten Ufer des Lechs entstanden im Laufe der Zeit mehrere große Salzlagergebäude. Der Salzstadel in der Hinteren Salzgasse und der Lechstadel in der Lechstraße fallen noch heute wegen ihrer imposanten Größe auf. Die schlichten Zweckbauten dienten der Zwischenlagerung des Salzes vor Weiterverkauf und -transport.

Mit Einführung und Bau der Eisenbahn verlagerte sich der Güterverkehr von der Straße auf die Schiene und die Salzstadel verloren ihre ursprüngliche Funktion. Heute dienen sie nach umfangreichen Sanierungsmaßnahmen und Umbauten u.a. als Wohnungen, Ladenenheiten, Stadtbücherei und Stadtarchiv. Ein Salzstadel, der Herzogstadel, ist aus dem Stadtbild verschwunden. Der durch seinen Abriß 1970 frei gewordene Platz dient heute als Parkplatz zwischen Roßmarkt und Lechstraße.

An der Stelle der 1878 nach einem verheerenden Brand errichteten Spitalschule an der Schlossergasse befand sich seit dem 14. Jahrhundert das 1349 gestiftete Heilig-Geist-Spital der Stadt.  Als letzter baulicher Rest der alten Anlage hat sich das Untergeschoss mit einem von fünf Säulen gestützten Kreuzgewölbe, die heute sogenannte Säulenhalle,  erhalten. Sie wurde wahrscheinlich um 1630  durch den Wessobrunner Maurermeister Christoph  Schmuzer errichtet.

Die Säulenhalle dient heute für Kunstausstellungen und ist bei diesen Gelegenheiten zugänglich.

ältester Teil der Bauten des ehemaligen Jesuitenkollegs (nach 1576)

Landsberg wurde mehrmals im 20. Jahrhundert zum Ort der Zeitgeschichte. Die Stadt bemüht sich, mit diesem dunkelsten Kapitel der Stadtgeschichte verantwortlich umzugehen.

Nach dem Putsch in München 1923 hatte Adolf Hitler im Landsberger Strafgefängnis seine Festungshaft zu verbüßen. In dieser Zeit schrieb er den ersten Band von "Mein Kampf". Der Inhalt ist die verbrecherische und antidemokratische Ideologie des Nationalsozialismus. Nach 1933 machte die NSDAP deshalb die "Hitlerzelle" zu einem Kultort. 1937 und 1938 war Landsberg aus diesem Grund auch Ziel von Großveranstaltungen der Hitler-Jugend. Die Stadt wurde von der Partei zur 'Stadt der Jugend' deklariert.

Als 1944/45 westlich von Landsberg ein großes Rüstungsprojekt begonnen wurde, der Bau von Bunkern zur Herstellung von Jagdflugzeugen, wurde Landsberg zum Ort des Holocaust. Auf den Baustellen wurden KZ-Häftlinge eingesetzt, die unter unmenschlichsten Bedingungen leben und arbeiten mussten. In den Außenlagern des Konzentrationslagers Dachau, die zu diesem Zweck errichtet wurden, starb fast die Hälfte der etwa 30.000 Häftlinge. An diese Toten erinnern die Reste eines Lagers mit einer Gedenkstätte und mehrere Friedhöfe. Die Stadt ließ am Rand der Altstadt, wo kurz vor dem Kriegsende der "Todesmarsch" der Häftlinge vorbeiführte, ein Denkmal errichten.

Nach der Befreiung der Konzentrationslager wurde in einer Landsberger Kaserne durch die US-Armee das größte DP-Lager (Displaced Persons) der US-Zone eingerichtet, in dem sich viele Überlebende auf das Leben in Freiheit in Israel vorbereiteten. Unter der US-Besatzungsmacht wurde das Landsberger Gefängnis in der Nachkriegszeit zum Ort der Abrechnung und der Sühne: Etwa 300 Inhaftierte wurden hier als Kriegsverbrecher hingerichtet.

Direkt am Lech gelegen ist das Inselbad Landsberg – ein Freibad, in dem kleine und große Wasserratten so einiges erleben können. Es erwartet Sie jede Menge Spaß, Action, Erholung und Sport. Neben Sportbecken und Kinderbadebereich erwartet Sie auch ein extra Sprungbecken und ein Wellenbecken. Das besondere Highlight im Inselbad Landsberg ist zweifelsohne das Rutscherlebnis: Die berüchtigte Freefallrutsche mit 10 Metern Höhe und eine Breitbahnrutsche mit 4 Metern Höhe sorgen für einen Adrenalinkick. Auf die kleineren Freibad-Besucher wartet eine Kinderrutsche.

Das Herzstück des Lechtals bei Landsberg ist der Lechpark Pössinger Au. Das natürliche Erholungsangebot der Wald-, Wiesen- und Auenlandschaft wird ergänzt durch in das Landschaftsschutzgebiet integrierte Einrichtungen:

  • Kneippbad mit Barfußweg und Pavillon
  • Ruhebänke und Brotzeitplätze mit Tischen
  • Spiel- und Liegewiese
  • Wasserspielplatz
  • Wildschweingehege und Damwildfütterung
  • Gasthaus Teufelsküche

 

Der Lechpark Pössinger Au ist ganzjährig geöffnet, der Eintritt ist frei.

Der Lech entspringt an der Roten Wand in den Lechtaler Alpen. Durch den Formarin See schlängelt er sich eine lange Strecke übers Tiroler Land, bevor er als reißender Fluß nach Bayern kommt. Nicht umsonst wurde er von den Kelten Licca genannt, der Raschfließende. Der Lech war bestimmend für die Entstehung von Landsberg und seine topographischen Situation. Zwischen den Steilhängen und den einst überschwemmungsgefährdeten Kiesbänken des Gebirgsflusses eingezwängt, erhielt die Altstadt in der vom Fluß geprägten Landschaft ihre unverwechselbare Gestalt. Häufige Hochwasser bedrohten Bauten und Bewohner, zugleich war der Lech aber auch Verkehrs- und Transportweg und - mit einem Wehr gestaut und in einen Mühlbach kanalisiert - lebensnotwendiger Energielieferant in vorindustrieller Zeit.

Das breite Lechwehr gehört seit dem 14. Jahrhundert zum Stadtbild. Vor der Stadtgründung fiel der Lech über einen Flinsfelsen ins weiter unten liegende Flußbett. Das Treibgut, das er mitbrachte, staute sich an diesem Felsen und verursachte einen Rückstau. Um diese zusätzliche Gefahr für die junge Stadt zu beseitigen, wurder der Felsen mit fünf Holzstufen überbaut und gleichzeitig der Fluß angestaut, um auch den Mühlbach ableiten zu können.

Im Mittelalter und bis zum Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Lech als Wasserstraße genutzt. Bis zu 4.000 Floße, die mit Handelswaren, wie Baumaterialien, Wein, Pelzen, beladen waren konnten gezählt werden. Es wurde ein Floßpfennig zum Unterhalt des Wehres verlangt. Um das Wehr zu umgehen, wurden die Flößer zwischen Wehr und Mühlbach auf die 'lange Fahrt' dirigiert. Die Einfahrt zu dieser wurde im Zuge der Neugestaltung des Inselbades zur Aussichtsplattform umgebaut. Nur ein kleiner Bach in Richtung Schwimmbad erinnert noch daran. Einige Transporte führten auf diesem Wasserweg über die Donau, sogar bis zum Schwarzen Meer.

Diese mächtige Skulptur des Bildhauers Ferdinand Hauk von 1952 stellt eine Allegorie des Flusses Lech dar. Seine Attribute Mühlrad, Fisch und wasserverströmendes Gefäß weisen auf den Nutzen des Flusses für Landsberg.

Mit seinem goldfarbenem Dach spitzt der Mutterturm lechabwärts gesehen aus einer Parklandschaft. Dieser im Stil eines normannischen Burgfrieds aus großen Tuffquadern gefügte Bau des Historismus wurde 1884 von Hubert von Herkomer zu Ehren und zum Gedenken an seine Mutter erbaut.

In Waal 1849 geboren, übersiedelte er mit seinen Eltern nach England. Er erhielt eine umfassende Ausbildung als Maler und war zur Zeit der Erbauung des Mutterturmes auf der Höhe seines Ruhmes. Der Turm wurde nach seinen eigenen, vermutlich vom Amerikaner Henry Hobson Richardson beeinflußten Plänen als exzentrisches Künstler-Atelier errichtet und mit einer qualitätvollen Ausstattung versehen. Heute finden hier auch Trauungen statt.

Die gute Verbindung zur alten Heimat bescherte der Stadt Landsberg den Nachlaß des Künstlers. Das kleine Haus neben dem Turm ist als Herkomer-Museum eingerichtet und nimmt eine bedeutende Sammlung von Gemälden und Graphiken des in England sehr erfolgreichen Malers und Graphikers auf. Auf Initiative des Visionärs und Automobilisten fand 1905 die erste Tourenwagen-Ralley der Welt statt, die Herkomer-Konkurrenz.

Das "Landsberger Schuhmuseum" zeigt in 18 Vitrinen Schuhmode aus 8 Jahrhunderten. Trachtenschuhe aus aller Welt, silberne Hochzeitsschuhe aus Afghanistan, goldbestickte Schnabelschuhe aus dem Orient, chinesische Gin-lin Schuhe für Damenschnürfüße, Schuhe aus verschiedensten Materialien wie z.B. Seegras, Schilf, Stroh, Birkenrinde, Autoreifen, Leder, Stoff, Holz, usw.

Schuhe von prominenten Persönlichkeiten, Ornatschuhe von König Ludwig II. von Bayern, Stiefeletten der Kaiserin Elisabeth (Sisi) von Österreich - bis hin zu Fußballschuhen von Lothar Matthäus oder den Tennisschuhen von Steffi Graf.

Im Historischen Schuhmuseum ist außerdem die größte Schuhlöffelsammlung der Welt zu besichtigen.

Besuch des Museums

Geöffnet derzeit für Besucher nach telefonischer Vereinbarung (außer sonntags).

 

Anmeldung beim Schuhhaus Pflanz

Vorderer Anger 274
86899 Landsberg
Tel. 08191/42296

Eintritt

Erwachsene 2,00 Euro
Kinder bis 15 Jahren 1,00 Euro