Streicheleinheiten für den Panther

Das Inselbad kommt in die Jahre, auch die hier aufgestellten Bronze-Skulpturen: Panther, spielende Jungbären und Jüngling mit Speer genießen seit rund 50 Jahren die Sicht auf die Badeanlage und ihre Besucherinnen und Besucher. Grund genug, die Skulpturen dem fachmännischen Blick eines Metallrestaurators zu unterziehen. Das Neue Stadtmuseum holte die Expertise von Metallrestaurator Stephan Rudolph aus München ein, der für verschiedene Münchner Museen die Skulpturen pflegt und restauriert.

Eine Restaurierung ist jedoch nur für den Jüngling mit Speer erforderlich, weil der ursprüngliche Speer verloren ging und nun fachgerecht ersetzt werden muss. Von weiteren Restaurierungsmaßnahmen nimmt Rudolph jedoch Abstand, weil Panther und Jungbären im Inselbad in einem guten Zustand sind. Der Panther zeige „typische Merkmale einer häufig berührten Oberfläche, die durch die unbewusste ‘Pflege‘ glatt, geschlossen und damit konservatorisch unbedenklich ist.“ An der Oberseite der Skulptur ist die blanke Bronzeoberfläche sichtbar, die die Beliebtheit des Objekts widerspiegelt: Kinder des Inselbads lieben den Panther natürlich auch deshalb, weil sich sein Rücken in der Sonne erwärmt.

Der Materialverlust, der sich durch das „Liebhalten“ des Tieres einstellt, kann laut Expertise als geringfügig eingeschätzt werden. Im Gegenteil: Würde auch der Bauch des Tieres dieselbe Pflege und Zuwendung erhalten, hätten sich hier nicht hellblaue Kupfersalze gebildet, die durch das Ablaufen des Wassers entstehen. Eine „Reinigung“ erhalten der Panther wie auch die beiden anderen Skulpturen nun regelmäßig durch das Team des Inselbades, das eine Einweisung zum Bürsten des Wildtieres erhielt.

Das Neue Stadtmuseum wird in Zusammenarbeit mit dem Kulturbüro und dem Stadtarchiv Ende Juni die Ausstellung „Das Landsberger Inselbad“ im Außenbereich des Bades eröffnen und nicht nur über die Geschichte des Bades, sondern auch ihrer Skulpturen mit einem Bildband informieren.