Zukunft Einkaufsstandort Landsberg: Vorstellung des Einzelhandelskonzeptes im Stadtrat

In seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause wird sich der Stadtrat mit der zukünftigen Einzelhandelsentwicklung in Landsberg am Lech beschäftigen. Die Experten der CIMA Beratung + Management GmbH, Susanne André und Christian Hörmann, stellen dazu ihre Abschlusspräsentation vor.  
Es wurde der Einkaufsstandort Landsberg analysiert: Zu den Stärken des Standortes zählen die hohe Aufenthaltsqualität in der Innenstadt, ein vielfältiges Einzelhandelsangebot gemessen an der Stadtgröße Landsbergs sowie ein ansprechender Branchenmix aus inhabergeführten Geschäften und Filialisten. Schwachpunkte bilden bereits heute große Verkaufsflächen auf der Grünen Wiese mit sogenannten innenstadtrelevanten Sortimenten (also bspw. Bekleidung, Schuhe, Lederwaren, u. ä.) in Gewerbegebietslagen, eine hohe Verkehrsbelastung im Altstadtbereich sowie Einkaufsstandorte im Umfeld wie Augsburg, Kaufbeuren, Weilheim oder München.

Damit Landsberg künftig vermehrt seine Stärken gezielt ausspielen kann, hat die CIMA zunächst den Einzelhandelsbestand aufgenommen, die Einzelhändler zum Standort befragt und die Angebots- und Nachfragesituation analysiert. Herausgekommen sind die Leitlinien und Ziele der künftigen Einzelhandelsentwicklung sowie eine Neukonzeption des Standort- und Zentrenkonzepts mit einer überarbeiteten Sortimentsliste – die sogenannte „Landsberger Liste“. Demnach soll der Fokus der zukünftigen Einzelhandelsentwicklung auf dem Bereich der Innenstadt liegen. Hier werden die genauen Sortimente des Innenstadtbedarfs definiert. In allen anderen Standortlagen werden diese Sortimente ausgeschlossen bzw. auf den Bestand festgesetzt, d.h. bestehende Lagen genießen Bestandsschutz. Ferner wurden sogenannte Nahversorgungszentren (wie Lebensmittel, Drogerie, u. ä.) definiert, die der fußläufigen Versorgung der Bevölkerung dienen. Die peripher gelegenen Standorte (autokundenorientierte Standorte) sollen zukünftig den Sortimenten des sonstigen Bedarfs dienen (bspw. Baumarktartikel, Gartenbedarf, u. ä.).

Ziel des neuen Konzeptes ist es, zum einen, dazu beizutragen, den Standort Innenstadt nachhaltig zu stärken und das Einkaufserlebnis für Kunden und Besucher der Stadt zu erhöhen sowie eine flächendeckende Nahversorgung zu ermöglichen. Weiter sollen für Unternehmen und Investoren sowie für Eigentümer Planungs- und Investitionssicherheit geschaffen werden, die dazu beitragen, dass sich Handelslagen im Stadtgebiet dauerhaft etablieren und der Angebotsmix allen Bedürfnissen der Bevölkerung gerecht wird.
Im Stadtrat soll am Mittwoch darüber abgestimmt werden, ob die konzeptionellen Überlegungen der CIMA, als städtebauliches Entwicklungskonzept zukünftig in die Bauleitplanung einfließen und damit die Einzelhandelsentwicklung gezielt gesteuert werden kann.