Lechwehr

Baugrunderkundungen

Die Stadt Landsberg am Lech lässt von Montag, 20. Juli, bis Mittwoch, 29. Juli 2026, Baugrunderkundungen in zwei Bereichen durchführen: in der nördlichen Altstadt im Zusammenhang mit der geplanten Aufwertung dieses Stadtbereichs (ANA) sowie an der Neuen Bergstraße im Vorfeld des geplanten Baus des Radwegs. Es handelt sich um zwei getrennte Projekte; die notwendigen Untersuchungen werden jedoch zeitlich gebündelt durchgeführt.

Ziel der Baugrunderkundungen ist es, den vorhandenen Straßen- und Untergrundaufbau, die Tragfähigkeit des Bodens, mögliche Grund- oder Schichtwasserverhältnisse sowie abfall- und entsorgungstechnische Randbedingungen zu erfassen. Die Ergebnisse bilden eine wichtige Grundlage für die weitere technische Planung, für belastbare Kostenschätzungen und für die spätere Ausschreibung der Maßnahmen. Die Untersuchungen sind vorbereitende Arbeiten und stellen noch nicht den eigentlichen Baubeginn dar.

In der nördlichen Altstadt sind insgesamt 16 Bohrpunkte vorgesehen. Untersucht wird in Straßen- und Gehwegbereichen unter anderem in der Sandauer Straße, am Vorderen Anger, Hinteren Anger, in der Vorderen Mühlgasse, Hinteren Salzgasse, Ludwigstraße, am Georg-Hellmair-Platz und am Holzmarkt.
Im Bereich Neue Bergstraße sind neun Bohrpunkte vorgesehen, etwa ab der Tiefgaragenzufahrt bis zum Kreisverkehr an der Weilheimer Straße. Dort wird in Fahrbahn, Gehweg und Böschungsbereichen untersucht.

Bei den Arbeiten werden Kleinbohrungen und Rammkernsondierungen als punktuelle Baugrundaufschlüsse hergestellt. Dabei werden Bodenproben bis in eine Tiefe von etwa vier bis fünf Metern entnommen, dokumentiert und anschließend im Labor untersucht. Jede Bohrung dauert voraussichtlich rund zwei bis drei Stunden. Die Bohrpunkte werden nach Abschluss der Arbeiten wieder verschlossen.

Die Untersuchungen sind erforderlich, weil insbesondere in historisch gewachsenen Stadtbereichen mit künstlichen Auffüllungen, früheren Straßenaufbauten, Leitungen und wechselnden Bodenverhältnissen zu rechnen ist. Ohne entsprechende Baugrunderkundungen können bei späteren Baumaßnahmen erhöhte Risiken entstehen, etwa für Bauablaufstörungen, ungeplante Entsorgungsaufwendungen und damit einhergehende Kostensteigerungen.

Für Anliegerinnen, Anlieger und den Verkehr kann es während der Arbeiten punktuell zu kurzfristigen Einschränkungen kommen. In der nördlichen Altstadt sind insbesondere Fahrbahnverschwenkungen, zeitweise Halteverbote oder kurze Behinderungen im unmittelbaren Umfeld der jeweiligen Bohrpunkte möglich. Die Erreichbarkeit von Grundstücken und Geschäften bleibt gewährleistet. Die Einschränkungen werden auf das notwendige Maß begrenzt.

Die Neue Bergstraße ist während der Untersuchungswoche vom 20. bis 24. Juli für Fußgängerinnen und Fußgänger gesperrt. Eine Umleitung über die Alte Bergstraße wird ausgeschildert.
Der Fahrzeugverkehr wird an den jeweiligen Arbeitsstellen vorbeigeführt; eine entsprechende Verkehrssicherung wird eingerichtet. Im Bereich der Kurve am Jungfernsprung-Turm ist zur Minimierung der Verkehrsbeeinträchtigungen einmalig eine halbseitige Sperrung mit Ampelregelung vorgesehen. Diese erfolgt bewusst in den Abendstunden, am 20.07.2026 von 19 bis etwa 22 Uhr, um den Verkehr möglichst wenig zu beeinträchtigen.

Die Arbeiten finden mit Ausnahme dieses abendlichen Einsatzes grundsätzlich tagsüber statt. Kurzzeitige Lärmbeeinträchtigungen sind möglich, beschränken sich jedoch jeweils auf das direkte Umfeld des aktuellen Untersuchungspunktes.

Anfallendes Bohrgut wird fachgerecht aufgenommen, bei Bedarf beprobt und entsprechend den gesetzlichen Vorgaben verwertet oder entsorgt. Sollten Auffälligkeiten festgestellt werden, werden die zuständigen Fachstellen eingebunden. Die Arbeiten erfolgen durch ein beauftragtes Fachbüro. Vor Beginn werden die erforderlichen verkehrsrechtlichen und fachtechnischen Abstimmungen durchgeführt; vorhandene Sparten- und Leitungsbestände werden berücksichtigt.

Im Zuge der Sperrungen des Gehweges in der Neuen Bergstraße finden voraussichtlich am 24.07.2026 zudem Restarbeiten am Geländer statt.

Die Stadt Landsberg am Lech bittet alle betroffenen Anliegerinnen und Anlieger sowie Verkehrsteilnehmenden um Verständnis für die vorübergehenden Einschränkungen. Die Baugrunderkundungen dienen dazu, die späteren Maßnahmen fachgerecht, wirtschaftlich und mit möglichst hoher Planungssicherheit vorzubereiten.