Lechwehr

Öffentliche Präsentation und Veröffentlichung des Digitalen Zwillings der Stadt Landsberg (TwinCity3D) am 04.02.2026

TwinCity3D - Entwicklung einer geodatenbasierten Plattform und KI-Analysetools zur Unterstützung einer umweltfreundlichen Stadt- und Verkehrsplanung

Damit sich die Bürgerinnen und Bürger selbst ein Bild von der neu entwickelten Plattform machen können, lädt die Stadt Landsberg am Mittwoch, 4. Februar 2026 um 19:00 Uhr zu einer öffentlichen Präsentation in den Sitzungssaal des Historischen Rathauses ein.

Im Rahmen des mFUND-Förderprojekts „TwinCity3D“ hat die Stadt Landsberg gemeinsam mit der 3D RealityMaps GmbH aus München sowie der Verwaltungsgemeinschaft Fuchstal einen geodatenbasierten Ansatz entwickelt, der die Grundlage für den Aufbau eines Digitalen Zwillings der Stadt bildet.
Nach dem formellen Abschluss des Förderzeitraums steht nun die öffentliche Bereitstellung des virtuellen 3D-Stadtmodells an.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen die Ergebnisse des Förderprojekts sowie die daraus gewonnenen Erkenntnisse für die Bereiche Stadtentwicklung, Klimawandel, Umweltüberwachung und Mobilität. Im Zuge mehrerer Befliegungen wurden mit einem Ultraleichtflugzeug hochauflösende Luftbildinformationen erhoben. Diese wurden vom Projektpartner 3D RealityMaps aufbereitet, mithilfe eigens entwickelter KI-Algorithmen ausgewertet und anschließend in die aufgebaute 3D-Datenplattform integriert.

Während des Förderzeitraums konnte die Stadt Landsberg eine Vielzahl an zusätzlichen Informationen gewinnen:

  • Das städtische Baumkataster wurde um Grünstrukturen auf privaten Flächen ergänzt.
  • Die ausgewerteten Thermalbilder liefern detaillierte Einblicke in die Temperaturverteilung und bilden eine wichtige Grundlage zur Analyse des Stadtklimas.
  • Die Flächeninanspruchnahme durch den Parkverkehr sowie deren Verteilung auf unterschiedliche Flächenarten konnte analysiert werden.
  • Die mehrfachen Befliegungen ermöglichen zudem die Untersuchung von Veränderungen im zeitlichen Verlauf und bieten Potenzial für eine Weiterentwicklung hin zu einem Monitoring-System.

Neben der Analyse des bestehenden Stadtgebiets lag ein weiterer Schwerpunkt auf der Planungsebene sowie auf der Integration von Planungen in das virtuelle 3D-Stadtmodell. Hierfür wurden Importwerkzeuge für XPlanGML- und IFC-Dateien sowie ein LOD2-Planungstool entwickelt.

„Die ‚TwinCity3D‘-Plattform soll durch ihre intuitive Bedienung und den bewusst niedrig gehaltenen Abstraktionsgrad den Zugang zu Raum- und Planungsinhalten für die Öffentlichkeit erleichtern. Dadurch kann die Kommunikation planerischer Maßnahmen und politischer Entscheidungen transparenter gestaltet werden“, so Dr. Daniel Broschart vom städtischen Referat Digitaler Zwilling, Klimaschutz und Mobilität.

Auch Oberbürgermeisterin Doris Baumgartl betont die Bedeutung des Projekts: „Ich freue mich, dass wir im Rahmen des mFUND-Förderprojekts die Chance nutzen konnten, die ‚TwinCity3D‘-Plattform zu entwickeln, der Stadtrat den erzielbaren Mehrwert erkannt hat und einen Beschluss zur Verstetigung über das Ende des Förderzeitraums hinaus gefasst hat. Die Veröffentlichung und Bereitstellung des virtuellen 3D-Stadtmodells für die Bürgerinnen und Bürger ist der konsequente nächste Schritt.“

Förderhinweis: 
„TwinCity3D“ wird im Rahmen der Förderrichtlinie Modernitätsfonds („mFUND“) durch das Bundesministerium für Verkehr (BMV) gefördert. 
Im Rahmen des Förderprogramms mFUND unterstützt das BMV seit 2016 Forschungs- und Entwicklungsprojekte rund um datenbasierte digitale Innovationen für die Mobilität der Zukunft. Die Projektförderung wird ergänzt durch eine aktive fachliche Vernetzung zwischen Akteuren aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Forschung und die Bereitstellung von offenen Daten auf der Mobilithek. Weitere Informationen unter www.mfund.de .