Lechwehr

Sonne trifft Denkmalschutz – Workshop der Stadt Landsberg zum Solar-Rahmenplan

Im Rahmen der Erstellung des Solar-Rahmenplans für die Altstadt führte die Stadt Landsberg am Donnerstag, 22. Januar 2026, einen Partizipationsworkshop durch. Unterstützt wurde die Stadt dabei vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege (BLfD).

Zahlreiche Bewohnerinnen und Bewohner der Altstadt folgten der Einladung und brachten sich aktiv in das Beteiligungsformat ein.

Nachdem sich Architekturstudentinnen und -studenten des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) auf Basis eines virtuellen Stadtmodells intensiv mit der Landsberger Altstadt auseinandergesetzt hatten, wurden zunächst die Vorgehensweise sowie der aktuelle Bearbeitungsstand vorgestellt. Die Präsentation konzentrierte sich dabei auf die einzelnen Arbeitsschritte, darunter die Analyse der historischen Bedeutung städtischer Räume, die Untersuchung von Sichtachsen und daraus resultierenden Einsehbarkeiten sowie die Ableitung von Gestaltungsanforderungen für die Installation von Anlagen zur Solarenergienutzung.

Im nächsten Schritt waren die Bürgerinnen und Bürger gefragt und konnten ihre Einschätzungen einbringen. Um zu erarbeiten, welche Bereiche des Altstadtensembles nicht nur aus (kunst-)historischer, sondern auch aus stadtgestalterischer Sicht besonders schützenswert sind, wurden diese auf einem ausgelegten Luftbild entsprechend markiert.

Zweiter Bürgermeister Moritz Hartmann bewertete die hohe Beteiligung sowie die im Rahmen der Veranstaltung geführten produktiven Gespräche positiv: „Ich freue mich, dass die angebotene Veranstaltung auf reges Interesse stößt, und denke, dass wir mit dem Solar-Rahmenplan einen wichtigen Schritt machen können, um die Aspekte von Denkmalschutz und der Nutzung erneuerbarer Energien zusammenzuführen. Ich bedanke mich bei Sabrina Sommer vom BLfD für die Begleitung des Verfahrens, bei der Dr. Peter Zeile und den Studentinnen und Studenten des KIT, sowie bei den Kolleginnen und Kollegen des Bauamtes für die zielgerichtete Arbeit, um die Dachlandschaft als fünfte Fassade weiterentwickeln zu können.“

Wie geht es weiter?

Da der Solar-Rahmenplan als kommunales Denkmalkonzept (KDK) verabschiedet und in die Altstadtsatzung integriert werden soll, werden im nächsten Schritt die Anmerkungen der Bürgerinnen und Bürger aus dem Beteiligungsworkshop gesichtet und in das weitere Verfahren eingebunden. Der daraus resultierende Solar-Rahmenplan wird anschließend im Rahmen einer Beschlussvorlage zur Aktualisierung der Altstadtsatzung im Stadtrat behandelt. Nach dem Beschluss der neuen Altstadtsatzung können entsprechende Anträge gestellt werden.