Lechwehr

Sprache als Schlüssel zur Integration – KIKUS-Fortbildung in Landsberg

Die Stadt Landsberg unterstützt gezielt die Sprachförderung von Kindern mit geringen Deutschkenntnissen und setzt dabei auf praxisnahe Qualifizierung von Fachkräften. Eine zweitägige Fortbildung zum Sprachförderprogramm KIKUS – Kinder in Kulturen und Sprachen – am 23. und 24. März 2026 zeigte, wie wichtig frühzeitige Sprachbildung für gelingende Integration ist.

Unter dem KIKUS-Grundsatz „Mit Freude und allen Sinnen Sprache lernen“ vertieften sich 18 Fachkräfte aus städtischen Kindertagesstätten, Landsberger Grundschulen, der Mittagsbetreuung sowie aus dem Ehrenamt in Methoden der spielerischen Sprachförderung. Ziel ist es, Kinder mit geringen Deutschkenntnissen bestmöglich auf ihrem Bildungsweg zu begleiten und ihre Teilhabe zu stärken.

Der Impuls für das Fortbildungsangebot kam aus der Praxis: Bereits im Frühjahr 2025 hatten Schulleitungen, Lehrkräfte und Betreuungspersonal den Bedarf an gezielter Sprachförderung an die Integrationsbeauftragten der Stadt herangetragen. Daraus entwickelte sich ein Fortbildungs- und Förderansatz, der pädagogische Fachkräfte unterstützt und auch die Einbindung der Eltern berücksichtigt.

Eine erste Schulung hatte bereits im Oktober 2025 mit 21 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Grundschulen, dem Förderzentrum, der Mittagsbetreuung, aus Kindertagesstätten und dem Ehrenamt stattgefunden.

Das Sprachförderprogramm KIKUS wurde von den Referentinnen Dorothea Rein und Regina Tockner vom Zentrum für Sprachförderung und interkulturelle Bildung e. V. (München) vorgestellt. Im Mittelpunkt steht ein spielerischer Zugang zur Sprache: Lernen erfolgt durch Handlung, Bewegung, Bilder und Wiederholung – alltagsnah und kindgerecht.

„Viele Kinder kommen mit wenigen oder keinen Deutschkenntnissen in unsere Schulen“, berichtet eine Teilnehmerin. „Die KIKUS-Methode zeigt, wie wir Sprache mit Freude und praxisnah fördern können. Besonders hilfreich sind die Materialien, die sich direkt im Alltag einsetzen lassen.“

Die Fortbildung machte deutlich: Sprache ist ein Schlüssel für Bildung und Integration – sie verbindet und eröffnet Kindern Chancen auf Teilhabe und ein gutes Miteinander.