Taubenpopulation: Stadt setzt auf nachhaltige Regulierung
Die Stadt Landsberg am Lech treibt Maßnahmen zur tierschutzkonformen Verringerung der Taubenpopulation in der Altstadt voran. Nach umfangreicher rechtlicher Prüfung und positivem Bescheid der Regierung von Oberbayern kommt dabei das bewährte und tierfreundliche Konzept der sogenannten „Taubenpille“ zur Anwendung.
Im April 2026 wurde ein umfassendes Monitoring zur Taubensituation im Landsberger Innenstadtbereich durchgeführt. Dabei wurde ein Bestand von rund 330 Stadttauben festgestellt, verteilt auf zwei Hauptschwärme am Hauptplatz und rund um die Mariä-Himmelfahrt-Kirche. Die Population hat sich im Vergleich zum Herbst 2024 nochmals deutlich vergrößert, sodass ein klarer Handlungsbedarf bestand.
Die Stadt setzt deshalb nun auf das in Futtermais eingehüllte Verhütungsmittel „Ovistop“. Das Präparat hemmt die Fortpflanzung der Tauben und ermöglicht so eine natürliche und tierschutzkonforme Reduzierung der Population. Dadurch sollen die mit einer zu hohen Taubendichte verbundenen Belastungen spürbar abnehmen. Dazu gehören Verschmutzungen durch Taubenkot, die nicht nur das Stadtbild beeinträchtigen, sondern auch Schäden an Gebäuden und steigende Reinigungskosten verursachen. Gleichzeitig trägt die kontrollierte Verringerung des Taubenbestands dazu bei, hygienische Risiken für Menschen und Tiere zu senken.
Mit dem Einsatz des Verhütungsmittels sollen Stadtbild und Tierwohl miteinander in Einklang gebracht werden. Das Konzept wurde von der Regierung von Oberbayern unter fachlicher Einbindung des Bayerischen Landesamts für Umwelt sowie des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit genehmigt.
Die Verfütterung erfolgt in der Regel montags bis freitags, ist zunächst bis mindestens Ende Oktober 2026 vorgesehen und wird durch zuverlässige Personen sichergestellt. Das Stadttaubenmanagement wird durch regelmäßige Monitorings fachlich begleitet und dokumentiert.

