Lechwehr

Walderlebnistage

In den Grundschulen steht in den dritten Klassen das Thema Wald auf dem Lehrplan. Passend dazu, als praktische Ergänzung, bietet das Forstamt der Stadt Landsberg seit vielen Jahren die Walderlebnistage an. Auch in diesem Jahr wurden sie wieder vom Forstamtsleiter der Stadt Landsberg am Lech, Michael Siller, und seinem Team in liebevoller und zeitaufwendiger Art und Weise initiiert und durchgeführt.

 

Mit Feuereifer waren dieses Jahr 225 Schülerinnen und Schüler von 11 dritten Klassen aller Landsberger Grundschulen dabei. Die Aufgaben, die ihnen gestellt wurden, waren dabei gar nicht so einfach: Welche Klasse baut am schnellsten eine Blockhütte? Welche Gegenstände gehören in den Wald und welche nicht? Wer war am geschicktesten beim Sägen? Wer schaffte es am schnellsten, Baumpuzzleteile richtig zusammenzufügen? Solche und noch viel mehr Aufgaben mussten die Kinder innerhalb einer bestimmten Zeit erledigen und hinterher auch noch spannende und interessante Fragen zu Wald und Tieren beantworten. Gefragt waren dabei Kraft und Geschicklichkeit, Kombinationsfähigkeit und Teamgeist.

 

In der Schulwertung hat die Klasse 3c der Katharinen Grundschule mit ihrer Klassenlehrerin Rita Weyn mit 271 Punkten den dritten Platz belegt. Julia Fiedler folgt auf dem zweiten Platz mit ihrer Klasse 3b der Grundschule Erpfting und insgesamt 279 Punkten. Fünf Punkte mehr und damit Sieger der Walderlebnistage 2026 ist die Klasse 3a der Grundschule am Spitalplatz mit der Klassleitung Saskia Dierauf, die sich mit 284 Punkten den ersten Platz sicherten.

Alle Kinder aus den drei Siegerklassen sowie deren Lehrerinnen bekamen von Michael Siller ein Lärchen-Pflänzchen, als Anerkennung für ihre Leistung.
Die Lärche gehört zur Familie der Kieferngewächse und ist eine der bedeutendsten heimischen Baumarten. Sie kann bis zu 50 Meter hoch und rund 1.000 Jahre alt werden. Als einziger heimischer Nadelbaum wirft sie im Herbst ihre Nadeln ab und treibt im Frühjahr wieder frisch aus. Besonders beeindruckt waren die Kinder davon, wie alt eine Lärche werden kann und dass ihre tiefen Wurzeln sie besonders widerstandsfähig gegen Sturm und Schnee machen.
Im Wald ist die Lärche ein wertvoller Lebensraum für zahlreiche Tierarten. Vögel nutzen sie als Nist- und Sitzplatz, ihre Samen dienen als Nahrung und die abgeworfenen Nadeln tragen zu einem fruchtbaren Waldboden bei. Auch ihr Holz ist wegen seiner Langlebigkeit und natürlichen Witterungsbeständigkeit besonders geschätzt.

Die Kinder dürfen die Setzlinge gerne im heimischen Garten oder im Bereich des Oberen Stadtwald/Zehnerwald, in der Hartmahd zwischen Landsberg und Erpfting oder im Schlegelwald südlich von Pitzling an einer lichten Stelle entlang der Forststraßen einpflanzen und dort beobachten, wie sie wachsen und gedeihen.