Städtisches Forstamt
Stadtwald Landsberg am Lech im Porträt
Der städtische Wald ist insgesamt 2.400 ha groß und liegt zum Teil im Stadtgebiet, zum Teil im Landkreis Landsberg am Lech. Das sind ungefähr 3.500 Fußballfelder und fast die Hälfe der gesamten Stadtfläche. Davon gehören 600 ha in den Besitz der Stadt. Die restlichen 1800 ha sind Spitalwald und gehören der Heilig-Geist-Spitalstiftung Landsberg.
Forstreviere
Der Wald ist in drei Reviere aufgeteilt:
- Revier 1 mit 790 ha Wald, entlang der der A96 zwischen Schwifting und Finning, sowie westlich von Eresing
Revierleiter: Ulrich Teufel
- Revier 2 mit 810 ha Wald, östlich des Lechs der Pössinger- und Schlegewald, sowie zwischen Hofstetten und Landsberg. Zum Revier 2 gehört außerdem der Lechpark Pössinger Au
Revierleiter: Ulrich Metzger
- Revier 3 mit 800 ha Wald westlich des Lechs und der Zusatzaufgabe der städtischen Baumkontrolle mit mehr als 10.000 Stadtbäumen
Revierleiterin: Mira Gläßer
Städtische Baumkontrolle: Andreas Schmidt
Kontaktdaten Reviere:
Telefon 08191 128 207
E-Mail forst@landsberg.de
Termine ausschließlich nach Vereinbarung
PEFC-zertifizierter Wald
Das städtische Forstamt kümmert sich um den Erhalt und die klimatolerante Bewirtschaftung der städtischen Wälder. Durch eine behutsame und naturgemäße Waldpflege werden die vielfältigen Aufgaben des Waldes bewahrt. Die Holznutzung und der Schutz besonders sensibler Naturbereiche gehen Hand in Hand. Das Forstamt bewirtschaftet den Wald ökologisch, ökonomisch und sozial nachhaltig. Deshalb ist der Wald der Stadt Landsberg mit dem internationalen PEFC-Siegel ausgezeichnet.
Forsterzeugnisse (Wildbret, Brennholz)
WILDFLEISCH
Der Landsberger Stadtwald ist Lebensraum für viele Wildtiere. Vor allem Rehe und Wildschweine lassen sich im Wald entdecken. Im Lechpark betreiben wir zusätzlich noch ein Damwildgehege.
Die Jagd ist heute, in Zeiten des Klimawandels nicht mehr wegzudenken. Insbesondere das Rehwild verbeißt jene jungen Bäume, die die kommende klimastabile, gemischte Waldgeneration bilden sollen. Der Wald soll möglichst ohne große Schutzmaßnahmen wie Zäune wachsen. Dafür betreiben wir eine waid- und tierschutzgerechte Jagd auf circa 4.000 ha Wald.
Wildbret ist das regionale, saisonale und nachhaltigste Lebensmittel Landsbergs. Das Wild lebt frei von jeglichem menschlichen Einfluss in unseren Wäldern. Direkt nach dem Erlegen kommt es in unsere Wildkammer, wo es gekühlt und vermarktet wird.
Wir geben unser Wild ausschließlich als ganze Tiere an Privatleute, Gasthäuser oder Metzgereien in Stadt und Landkreis ab. Wildfleisch aus der Stadt für die Region!
Sollten Sie Interesse an Wildfleisch haben kontaktieren Sie uns bitte für weitere Informationen
BRENNHOLZ
Das Brennholz aus den städtischen Wäldern wird lokal verkauft. Als Käuferin und Käufer müssen Sie aber noch selbst aktiv werden. Wir verkaufen das Holz nur als Stammware direkt im Wald. Sägen, aus dem Wald bringen und zu Scheiten hacken obliegt Ihnen. Bitte beachten Sie, dass wir von unseren Selbsterwerbern grundsätzlich einen Motorsägenschein erwarten.
Wenn Sie Brennholz benötigen, wenden Sie sich bitte an den Förster in Ihrer Nähe für weitere Informationen.
Wie viel Holz brauche ich?
Beim Brennholz kommt es oft zu Missverständnissen, weil man zwischen den Maßeinheiten Raummeter, Ster und Festmeter Zahlen hin und her jongliert.
Wenn Förster im Wald Holz vermessen, kommen am Ende immer Festmeter (fm) dabei raus. Dabei ist der Festmeter immer die reine Holzmasse ohne Zwischenräume.
Dahingegend besteht ein Raummeter [rm] oder ein Ster aus 1 m langem Holz, das zu einem Würfel mit der Kantenlänge 1 m aufgerichtet ist. 1 fm Holz sind umgerechnet 1,5 rm/Ster.
Naturerlebnis Landsbergs Wälder, Lechpark Pössinger Au
Die Stadt Landsberg am Lech hat das große Glück die Natur direkt vor ihrer Haustür zu haben. Aber nicht nur der Lechpark „Pössinger Au“ ist einen Besuch wert, sondern auch die Waldflächen im Landkreis oder weiter Lech aufwärts.
Die städtischen Wälder entlang des Lechs gehören zu den europaweit geschützten Natura 2000 Flächen mit FFH- und SPA- Flächen. Seltene Pflanzen, Tiere und insbesondere seltene Vögel sind streng geschützt. Hierzu zählen zum Beispiel der Schwarz- und Grauspecht, Eisvögel, Uhu und der Rot- und Schwarzmilan. All diese Vögel brauchen einen intakten Auwald mit möglichst natürlichen Gewässerstrukturen, und alten Laubbäumen.
Entdecken Sie die Naturschätze unserer Wälder bei einer Waldführung. Alle Termine und Informationen finden sie hier.
Waldführung mit dem Förster

Tauchen Sie ab in die Welt des Waldes. Unser städtischer Förster bietet Ihnen interessante Waldführungen in unserem Lechpark zu verschiedenen Themen wie Forstwirtschaft, Artenvielfalt, Ökologie, Waldgeschichte und vieles mehr. Gerne gestalten wir auch Führungen nach Ihren eigenen Themenwünschen. Dabei richtet sich das Angebot nicht nur an Schulen und Kindergärten, sondern auch an Vereine und Multiplikatoren.
Führungen sind über unser Online-Formular buchbar und ganzjährig von Montag bis Donnerstag möglich. Alternativ können Sie eine Waldführung telefonisch über die 08191 128 318 oder per E-Mail an Darjusch.Sanktjohanser@landsberg.de anfragen.
Kosten:
für pädagogische Einrichtungen der Stadt Landsberg /pro Gruppe: 30 €
für pädagogische Einrichtungen /pro Gruppe: 50 €
für private Gruppen und Vereine /pro Gruppe: 80 €
Grünes Klassenzimmer
Seit 2010 steht den Landsberger Schulen ein „Grünes Klassenzimmer“ im Lechpark zur Verfügung. Oberhalb des Wildschweingeheges gelegen, können die Schülerinnen und Schüler das Klassenzimmer inklusive Garten und Hütte auf vielfältige Weise nutzen.
Ziel unseres Grünen Klassenzimmers ist es, den Schulen zu ermöglichen, Teile des Unterrichts in die Natur zu verlagern. Damit wird handlungs- und kompetenzorientiertes Lernen gefördert und die Einbindung der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in den Unterricht erleichtert.
Seit dem Schuljahr 2017/2018 ist die BNE in den bayerischen Lehrplänen als schulart- und fächerübergreifendes Bildungsziel verankert. Nachhaltigkeit soll so mit Herz, Hand und Kopf erlebbar gemacht werden. Dabei werden folgende Kompetenzbereiche beachtet:
- Sach- und Methodenkompetenz “Ich kann gut mit Wissen umgehen.”
- Sozialkompetenz “Ich kann gut mit anderen Menschen umgehen.”
- Selbstkompetenz “Ich kann gut mit mir selbst umgehen.“
„Nachhaltige Entwicklung ist eine Entwicklung, die die Bedürfnisse der Gegenwart befriedigt, ohne zu riskieren, daß künftige Generationen ihre eigenen Bedürfnisse nicht befriedigen können“ (Hauff, 1987, S.46).
Lernen im Wald
Draußen zu lernen bedeutet immer Wissensvermittlung und Handlungen zu verbinden. Die Schülerinnen und Schüler lernen, indem sie selbst aktiv entdecken und erforschen können. Zusätzlich müssen sie für sich und andere Verantwortung übernehmen. Das Gelernte wird direkt vernetzt und knüpft an die Lebenswelt der Kinder an.
Im Vordergrund steht das Erleben und selbstständige Entdecken. Wissen wird dabei ganz automatisch mit Emotionen und Erlebnissen verknüpft. Die Schülerinnen und Schüler speichern Wissen leichter.
Das Grüne Klassenzimmer wird laufend weiterentwickelt. Um immer auf dem aktuellen Stand zu sein, sind wir Mitglied im Netzwerk Draußenunterricht.
LIFE-Future Forest
"LIFE Future Forest" ist ein EU-Pilotprojekt zur Anpassung der Wälder an den Klimawandel, folgend auf den Ergebnissen der bereits fertiggestellten Klimawandelstudie des Landkreises.

