Lechwehr

Erneute Baumpflanzaktion von LENA und BN Ortsgruppe Landsberg im Lechpark Pössinger Au

Rechtzeitig zum internationalen Tag des Waldes am 22. März fanden sich am Vortrag Freiwillige der Landsberger Energieagentur e. V. (LENA) und der Ortsgruppe Landsberg des BUND im Lechpark Pössinger Au ein, um Bäume zu pflanzen.


Nach der Begrüßung durch Forstamtsleiter Michael Siller, der auf die Bedeutung des Lechparks und die Herausforderungen durch den Klimawandel hinwies, betonten Berthold Lesch (Vorsitzender LENA) und Michael Ruprecht (Vorsitz BN Ortsgruppe LL), die Bedeutung der Aktion durch aktive Zusammenarbeit der beiden Gruppierungen an gemeinsamen Zielen unter dem Motto „Heute soll nicht diskutiert, sondern gearbeitet werden, um aktiven Klimaschutz im Landkreis zu betreiben“.


Siller informierte die Gruppe mit allerlei Wissenswertem über die Bedeutung des Lechpark Pössinger Au und künftige Pläne. Das bei Jung und Alt beliebte Naherholungsgebiet beinhaltet diverse Schutzkategorien. Es ist wichtig für den Klimaschutz in Landsberg und zeichnet sich durch interessante Biotope aus. Die Vision des Forstamts für den Lechpark ist ein artenreicher Mischwald mit hohem ästhetischen Wert für Besuchende bei gleichzeitig hohem ökologischen Nutzen. Im Laufe diesen Jahres soll auch die Beschilderung im Park erneuert werden.


Fichte und Esche, die aktuell noch im Lechpark vorherrschen, müssen durch Pflanzung sukzessive ersetzt werden. Fichten, da die Art mit den Folgen des Klimawandels in Form von Trocken-, Wind- und Borkenkäferschäden immer weniger klarkommt und die Eschen, da das Eschentriebsterben gemäß Expertenaussagen 99,7 % des heimischen Bestandes abgängig machen wird. Die Experten des Forstamts hatten also eine ca. 750 m² große Fläche auf Höhe der Lechstaustufe 15 vorbereitet und 250 Setzlinge an Kiefern, Birken und Schwarzerlen für Neupflanzungen ausgesucht.


Es war die Wiederholung einer ähnlichen Aktion vom Vorjahr. Die Fläche aus dem Vorjahr mit den damals gepflanzten Arten Libanonzeder, Schwarznuss, Wildapfel, Wildbirne, Schlehe, Sanddorn und Speierling entwickelt sich mit sehr geringen Ausfällen übrigens sehr gut - sie wurde gleich zu Beginn durch die Gruppe begutachtet. Probleme bereiten allenfalls Fraßschäden durch Mäuse im Winter. Dies wird weiter beobachtet und mit natürlichen Maßnahmen begegnet, wie Lechpark-Ranger, Darjusch Sanktjohanser erklärte.


Für kommendes Jahr wurde bei der abschließenden Brotzeit am Lagerfeuer auch schon wieder eine Zusammenarbeit versprochen. Die beteiligten Vereinsmitglieder und das Team des Forstamts freuen sich bereits darauf.

Text: Daniel Gehr