Lechwehr

Digitaler Zwilling der Stadt Landsberg am Lech ab sofort öffentlich erlebbar

Der Digitale Zwilling der Stadt Landsberg am Lech ist ab sofort über die städtische Website über einen Link auf der Startseite öffentlich zugänglich! Nachdem sich die Bürgerinnen und Bürger bereits im Rahmen der öffentlichen Präsentation im Februar 2026 einen Eindruck verschaffen konnten, kann das virtuelle 3D-Stadtmodell nun auch selbst erlebt werden. 

Das virtuelle 3D-Stadtmodell wurde im Rahmen des mFUND-Förderprojektes „TwinCity3D“ in einer Zusammenarbeit von Stadt Landsberg am Lech mit 3D RealityMaps GmbH aus München und der Verwaltungsgemeinschaft Fuchstal entwickelt. 
Grundlage des 3D-Modells bilden Befliegungsdaten, die über die Projektlaufzeit durch die Landsberger Firma Elektra Solar GmbH mittels eines eigens entwickelten, elektrisch betriebenen, Ultraleichtflugzeuges erhoben wurden. Auf diese Weise ist ein besonders realitätsnahes virtuelles Abbild des Stadtgebietes entstanden, das um weitere Geodaten angereicht wurde und Erweiterungspotenzial für die Zukunft bietet. 

In der öffentlichen Variante des Digitalen Zwillings sind folgende Basisinhalte zugänglich: 

  • Luftbildaufnahmen im Sommer aus den Jahren 2020, 2023, 2024, sowie eine Winteraufnahme von 2021.
  • Virtuelles 3D-Stadtmodell als realitätsnahes 3D-Mesh aus dem Befliegungsjahr 2024
  • Virtuelles 3D-Stadtmodell als abstrahiertes CityGML-Modell mit vereinfachten Dachformen
  • Thematische Ebenen, die die 2D-Analyseergebnisse zu Baumbestandsdichte, Hitzeinseln und Parkverkehr überlagert visualisieren. 
  • Zusätzlich können sogenannte Webservice-Layer des Freistaats Bayern hinzugeschalten werden. Dabei handelt es sich um eine Parzellenkarte, Überschwemmungsgebiete, Biotopkartierung, Windatlas und Solaratlas.

In den ebenfalls eingearbeiteten Fachanwendungen können weitere Informationen abgerufen werden: 

  • Stadtinfo & Tourismus: Beinhaltet eine angebundene OpenStreetMap (OSM-Datenbank) mit Sehenswürdigkeiten und Einrichtungen aus den Bereichen Bildung & Kultur, Gesundheitswesen, Freizeit & Sport, sowie technische und soziale Infrastrukturen.
  • Mobilität: Hier können die Maßnahmensteckbriefe des 2025 beschlossenen Verkehrsentwicklungsplans (VEP) abgerufen werden.
  • Solarenergie: In dieser Fachanwendung wird das Solarenergiepotenzial der Dachflächen nach Dachausrichtung aufgezeigt. 
  • Baumbestand: Die aus der Luftbildanalyse ermittelten Bäume innerhalb des Stadtgebietes werden als vereinfachte Objekte mit berechneter Baumhöhe und Kronenumfang gezeigt.
  • Kommunale Wärmeplanung: In der Fachanwendung der KWP werden drei wesentliche Karten dargestellt. Die Wärmeliniendichte 2024, die dominierenden Energieträger 2024 und die Zielszenarien für die Wärmeversorgung 2045, die im Zuge der Kommunalen Wärmeplanung erarbeitet wurden. 

Dr. Daniel Broschart, Referatsleitung des städtischen Referats Digitaler Zwilling, Klimaschutz und Mobilität und Projektleitung von „TwinCity3D“ fasst zusammen: 
„Mit dem Förderprojekt „TwinCity3D“ ist es gemeinsam mit unseren Projektpartnern gelungen ein virtuelles 3D-Stadtmodell als Grundlage eines Digitalen Zwillings zu entwickeln. Der niedrige Abstraktionsgrad und die intuitiv angelegte Bedienung soll den Zugang zu Raum- und Planungsinhalten für die Öffentlichkeit verbessern. Mit bereits angelegten Fachanwendungen können zukünftig auch Planungen dreidimensional integriert werden. Die beliebige Wahl des Standortes ermöglichen in der Folge die Beurteilung von baulichen Projekten im Kontext der Umgebung und verbessern die Transparenz in der Planungskommunikation.“

Oberbürgermeisterin Doris Baumgartl zieht ebenfalls ein positives Fazit zu den Projektergebnissen: „Ich freue mich, dass wir über das mFUND-Förderprojekt die Chance nutzen konnten, die „TwinCity3D“-Plattform zu entwickeln. Die Veröffentlichung und Bereitstellung des virtuellen 3D-Stadtmodells für die Bürgerinnen und Bürger stellt den logischen nächsten Schritt dar.“

 

Förderhinweis: 
„TwinCity3D“ wurde im Rahmen der Förderrichtlinie Modernitätsfonds („mFUND“) durch das Bundesministerium für Verkehr (BMV) gefördert. 
Im Rahmen des Förderprogramms mFUND unterstützt das BMV seit 2016 Forschungs- und Entwicklungsprojekte rund um datenbasierte digitale Innovationen für die Mobilität der Zukunft. Die Projektförderung wird ergänzt durch eine aktive fachliche Vernetzung zwischen Akteuren aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Forschung und die Bereitstellung von offenen Daten auf der Mobilithek. Weitere Informationen finden sie unter www.mfund.de