Weitere Schwerpunktmaßnahmen

Die drei folgenden Themenbereiche mit jeweils zwei Schwerpunktmaßnahmen wurden vom Landsberger Stadtrat am 10.12.2014 für das Quartier der Sozialen Stadt Landsberg West festgelegt:

Themenbereich Verkehr

Wegen des veralteten, räumlichen Konzepts (überdimensionierte Straßenbreiten, Fremdverkehr ins Gewerbegebiet, zu breit dimensionierte Zufahrten zu den Märkten, Einzelhändlern und Dienstleistern) und um die regionale Kaufkraftbindung zu stärken, müssen zukünftig mehr Menschen mit öffentlichen Verkehrsmitteln ins Nahversorgungszentrum an der Augsburger Straße kommen können. Für die fehlende Ost-West-Verbindung für Fußgänger und Radfahrer vom Nahversorgungszentrum zur Schwaighofsiedlung ist eine Kombination aus Aufzug und Fußgängerrampe zu bauen (Querung der Bahnlinie). 

Das „Nahversorgungszentrum Augsburger Straße“ wird als Schlüsselprojekt der Stadtteilentwicklung bewertet. Es ist ein wesentlicher Baustein, mit dem auf Stadtteilebene gesamtstädtische Ziele konkretisiert werden können. Die Vertiefung des Schwerpunktes „Augsburger Straße“ ist eines dieser bedeutenden Vorhaben und ein Brennpunkt der städtebaulichen Entwicklung.

Angedacht ist, die Augsburger Straße zu einem Nahversorgungszentrum sowohl für die Bewohner des Stadtteils als auch für die Kunden der Region aufzuwerten.

In der Vertiefung des Schwerpunktes „Augsburger Straße“ wurden im Teilraumgutachten, Heft 3 funktionale und räumliche Vorstellungen für die künftige Baustruktur, für das Verkehrsgefüge, das öffentliche Grün sowie für soziale und kulturelle Einrichtungen formuliert, die in eine qualifizierte Bebauungsplanung übergeführt und mit örtlichem Baurecht festgeschrieben werden sollen.

Integriertes Teilraumgutachten, Heft 3: Augsburger Straße

Themenbereich Städtebau

Die vier städtischen Schulen im Quartier sollen eine intensive städtebauliche Einbindung und eine stärkere räumliche Verknüpfung mit der Umgebung erfahren. Dazu gehört unter anderem auch die Freiflächengestaltung der Schulen und ihrer Umgebung ebenso wie ein Umbau der Holzhauser Straße.

Konkret werden folgende Ziele verfolgt:

Die Schulen als Bildungs- und freizeitbezogene Infrastruktur

  • Die Schulen sind funktional, räumlich und gesellschaftlich intensiver mit dem Quartier zu verzahnen.
  • Die schulischen Freiflächen sind für die Bewohner des Quartiers zu öffnen. Für eine intensivere Nutzung sind sie vielfältiger und attraktiver zu gestalten. Durch das Öffnen der Freiflächen für die Allgemeinheit wird das Infrastrukturangebot im Quartier deutlich verbessert.
  • Geeignete Räume der Schulen sind für vielfältige Aktivitäten (Gesellschaftliches Leben, Kunst, Kultur, Technik, Handwerk) zu öffnen, um das kulturelle und gesellschaftliche Leben im Quartier, die Kommunikation der Menschen untereinander zu fördern: Die Schule als Quartierstreffpunkt.

Die Schulen im Wohnumfeld

  • Konflikte zwischen der Wohnbevölkerung und der Schulen sind abzubauen.
  • Die Qualität des Wohnumfeldes angrenzender Gebiete ist weiter aufzuwerten und die Durchlässigkeit für Fußgänger ist zu verbessern.
  • Die Sicherheit im öffentlichen Raum ist Zug um Zug zu verbessern.

Integriertes Teilraumgutachten, Heft 4: Die offenen Schulen

 

 

Hier erhalten Sie weitere Informationen zum Pater-Rupert-Mayer-Platz

Themenbereich Grün

Parallel zur Autobahn ist eine weitere Fußgänger- und Radfahrerbrücke über den Lech zu errichten, um am jeweils anderen Ufer Anbindungen an Wegeverbindungen und andere touristische Ziele zu erreichen. Die deutlichen Höhensprünge sind als Merkzeichen und zur Orientierung sichtbar zu machen. Die Brücke könnte sich baulich an die Autobahn „anhängen“ oder nördlich der BAB auf der Höhe von Sandau als eigenständige Verbindung angelegt werden.

Die Lechterrassen sind das prägende Element der (innerstädtischen) Landschaftsstruktur in Landsberg am Lech. Die räumlich wirksamen, natürlichen Höhenstufen sind als ökologisch wertvolle, lineare Struktur- und Grünelemente und zur ortstypischen Gliederung unbedingt zu erhalten.

 

Die Lechterrassen im Naturraum der Iller- Lech-Schotterplatten aus glazialer Entstehungszeit sind typisch für die landschaftliche Umgebung von Landsberg am Lech. Sie sind ein Alleinstellungsmerkmal, sind ökologisch wertvoll und Lebensraum für gefährdete Tier- und Pflanzenarten. Erklärtes Ziel des Naturschutzes ist die Stärkung des Biotopverbunds. Die Standorte sind zu sichern und zu vermehren. Die Lech-Terrassen haben hohe räumlich-gestalterische Qualitäten, haben eine gute Wiedererkennbarkeit im gesamtstädtischen Gefüge. Die Topografie, aus dem Urstromtal des Lechs entstanden, (wie etwa der obere Rand der Lech-Terrasse mit den Bahnanlagen und dem Abhang zum Altöttinger Weiher) sind zu sichern, von Bebauung freizuhalten und als Wiesen mit heimischen Gehölzen naturnah zu erhalten und zu pflegen. Dieses lineare landschaftliche Element eignet sich gut zur Führung von Fuß- und Radwegen.

 

Der Nord-Süd-Grünzug des sogenannten „Grünen Bandes“ auf einer der Lechterrassen stellt eine wichtige Verbindung der angrenzenden Nutzungen und Potenziale her. Die stärkere räumliche Verbindung der Schulen und ihrer Freiflächen mit den öffentlichen Freiräumen im Grünzug entlang der Lechterrasse ist im Bereich der Mittelschule über die Holzhauser Straße hinweg weiter bis zum Pater-Rupert-Mayer-Platz und zum nördlich gelegenen Spielplatz an der Lechwiesenstraße anzustreben.